K.I.Z. : Illegales Hip-Hop-Konzert im U-Bahnhof

Gestern Abend gab es auf dem U-Bahnhof Schlesisches Tor in Kreuzberg ein illegales Konzert der Berliner HipHop-Formation K.I.Z.. Die Fans waren zunächst begeistert, Fahrgäste erstaunt. Bis die Polizei gewaltsam durchgriff und Platzverweise erteilte.

Sophie Guggenberger
K.I.Z.
Aus Spaß wurde Ernst: Beim Konzert der Berliner HipHop-Crew K.I.Z. am U-Bahnhof Schlesisches Tor. -Foto: Thomas Rassloff

BerlinPassanten und Fahrgäste staunten gestern Abend nicht schlecht: Der U-Bahnhof Schlesisches Tor in Kreuzberg hatte sich vorübergehend in Klein-Brooklyn verwandelt. Rund 500 junge HipHop-Fans bevölkerten den U-Bahnhof. Allesamt Anhänger der Berliner HipHop-Crew K.I.Z.. Diese hatten zu einem spontanen Konzert geladen - unangemeldet, daher illegal. Gemeinsam kopfnickten die Goldkettenträger bis die Polizeikräfte anrückten.

Die Polizei spricht von einer "friedlichen Räumung", die Betroffenen jedoch von einem übertriebenen Polizeiaufgebot als reine Machtdemonstration. Augenzeugen berichten von Hundertschaften in voller Kampfausrüstung, Gewaltanwendung, Straßensperrungen und folgendem Verkehrschaos.

Das Resultat der spontanen Feierei: Mehrere Platzverweise für die HipHopper. Zudem kam es rund ums Schlesische Tor zwischenzeitlich zu Beeinträchtigungen des U-Bahnverkehrs.

Ein paar Beats waren von den HipHoppern draußen auf der Wiese vor dem U-Bahnhofgelände am Ende dann aber doch noch zu hören, auch wenn die Akustik dort sicher nicht optimal ausfiel. Immerhin fand dieser ziemlich spontane Auftritt der K.I.Z.-Crew Anklang bei der Berliner HipHop-Gemeinde. Im Gästebuch auf der Homepage der HipHopper und auf deren MySpace-Seite gibt es von den Fans jedenfalls einen Lobgesang auf diese "geile Action mit Polizeizugriff".

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