Klausurnoten : Zehntklässler erfolgreich bei mittlerer Reife

Die Mathepanne hatte keine dramatische Auswirkung. Nachdem die Aufgaben in Mathematik im Vorfeld der Prüfung bekannt geworden waren und die Klausur wiederholt werden musste, ist die Durchfallquote niedriger als zuvor.

Die Ergebnisse des mittleren Schulabschlusses (MSA) sind etwa auf dem Vorjahresniveau geblieben. Insgesamt bestanden 86 Prozent der 23 300 Zehntklässler (2007: 85 Prozent). Dies teilte die Bildungsverwaltung gestern mit. Die Ergebnisse waren mit Spannung erwartet worden, weil die Prüfungsaufgaben in Mathematik – wie berichtet – vorab durchgesickert waren und die Wiederholungsklausur von vielen Schülern als schwieriger empfunden worden war.

Dass diese Einschätzung nicht ganz falsch war, zeigt sich bei den Ergebnissen: Die Bestehensquote sank gegenüber 2007 in Mathematik von 77 auf 73 Prozent, obwohl Bildungssenator Jürgen Zöllner (SPD) eine etwas großzügigere Bewertung erlaubt hatte. Ohne diese nachträgliche Korrektur der Bewertungsmaßstabs hätte die Durchfallquote noch höher gelegen.

Erwartungsgemäß stark unterscheiden sich die Ergebnisse zwischen den Schulformen. Bei den Gymnasiasten bestanden den MSA insgesamt 96 Prozent der Zehntklässler (Mathematik: 92 Prozent), bei den Realschülern 81 Prozent (Mathematik: 59 Prozent), bei den Gesamtschülern 84 Prozent, bei den Hauptschülern, die freiwillig teilnahmen, 43 Prozent.

Der mittlere Schulabschluss setzt sich aus den Klausurnoten in den Fächern Deutsch, Englisch/Französisch und Mathematik sowie aus einer Präsentations- und der Jahrgangsnote zusammen. Noch immer ist unklar, wie die Mathematikaufgaben vorab durchsickern konnten. Die Staatsanwaltschaft ermittelt. sve

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