Leserdebatte : Denkmäler Berlins: Marode ist Mode?

Vielen Berliner Denkmälern ist der einstige Glanz nicht mehr anzusehen. Sollten sich die Bürger stärker für deren Pflege einsetzen? Diskutieren Sie mit!

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Der Turnvater Jahn in der Hasenheide wurde 1872 errichtet. Sein Sockel ist geschmückt mit Ehrentafeln aus aller Welt...Weitere Bilder anzeigen
Foto: Kitty-Kleist Heinrich
22.05.2011 14:05Der Turnvater Jahn in der Hasenheide wurde 1872 errichtet. Sein Sockel ist geschmückt mit Ehrentafeln aus aller Welt...

Es scheint fast so, als wären sie die unliebsamen Brüder der großen Schwester „Goldelse“. Die Siegessäule, die im Berliner Volksmund liebevoll so genannt wird, erstrahlt nach anderthalb- jähriger Restaurierungszeit in neuem Glanz. Doch während eines der zentralsten Denkmäler der Stadt aufwändig erneuert wird, fristen viele andere ein beschmutztes Dasein. Sei es die Bronzestele auf dem Wilmersdorfer Henriettenplatz oder der Bogen an der Urania; längst sind viele User unseres Tagesspiegel-Kommentarbereiches der resignierten Meinung: Marode ist Mode.

Doch was tun, wenn die Gelder für Restaurierungsmaßnahmen nicht aufgebracht werden? Sollten Bürger mehr Initiative zeigen, eventuell sogar gemeinschaftliche Denkmal-Patenschaften übernehmen? Oder sollte die Instandsetzung rein Aufgabe der Stadt sein?

Fraglich bleibt auch, was die Bezeichnung „Denkmal“ verdient. Welches Denkmal besitzt Ihrer Meinung nach identitätsstiftende Relevanz? Inwiefern ist es baugeschichtlich oder historisch von Bedeutung?

Schicken Sie uns Ihre Bilder von vernachlässigten Denkmälern dieser Stadt! Senden Sie Ihre Fotos an leserbilder@tagesspiegel.de

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