Marlene und Co. : Baubeginn für den Boulevard der Stars

Die Bauarbeiten für den "Boulevard der Stars" am Potsdamer Platz haben begonnen. Davon ist auch der Autoverkehr betroffen.

Svenja Ziegert
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Bild: Graft/Art+Com
05.02.2010 13:14Während der Berlinale 2010 wurde der Grundstein für den "Boulevard der Stars" an der Potsdamer Straße gelegt. Der erste Stern ist...

Berlins Autofahrer könnten den deutschen Film- und Fernsehgrößen à la Loriot und Co. zuliebe in den nächsten Wochen durchaus mal im Verkehr stecken bleiben: Am Montag begannen die Bauarbeiten für die neue Berlin-Attraktion „Boulevard der Stars“ auf dem Mittelstreifen der Potsdamer Straße. Zwischen Ben-Gurion-Straße und dem S-Bahnhof Potsdamer Platz in Mitte wird innerhalb der nächsten neun Wochen ein 320 Meter langer und rund elf Meter breiter „Roter Teppich“ aus Asphalt entstehen, auf dem 40 Größen aus der deutschen Film- und Fernsehwelt mit einem Stern verewigt werden – ganz nach Hollywoodschem Vorbild. Auf den Sternen werden Größen wie Romy Schneider, Billy Wilder, Mario Adorf oder Marlene Dietrich zu finden sein.

„Walk of Fame“-Kenner werden aber staunen, denn von dem großen Vorbild aus Los Angeles setzt sich der Berliner Boulevard deutlich ab. „Auf den bereits existierenden Boulevards, wie zum Beispiel dem in Hollywood, kann man nicht viel mehr tun, als sich die Sterne anzuschauen", erklärte Danuta Baberowski vom Berliner Büro Art+Com. „Wir wollten hingegen ein Erlebnis schaffen, einen Boulevard, der den Besucher aktiv miteinbezieht.“ Ziel ist es, den Filmfans das Gefühl zu geben, sich inmitten einer Filmpremiere zu befinden. Am Rand des Teppichs befinden sich Informationsflächen, die den Teppich-Touristen neben einer Übersichtskarte darauf aufmerksam machen, wie sie den Boulevard aktiv erleben können.

In den fünfzackigen Sternen, die in den stilisierten roten Teppich eingelassen sind, stehen Name, Beruf und Lebensdaten des Prominenten sowie ein Autogramm. Wer Stift und Papier zur Hand hat, kann das Autogramm auch auf ein Blatt abrubbeln und mit nach Hause nehmen. Wer dagegen erst abends über den vom Berliner Architekturbüro Graft entworfenen „Walk of Fame“ schlendern will, bekommt das Premierenfeeling noch deutlicher zu spüren: An den umliegenden Lichtmasten werden Scheinwerfer angebracht, die die Sterne im Dunkeln beleuchten. Der Hit sollen aber die „Star-Gucker“-Kameras werden, die die Schauspieler zum Leben erwecken. Schaut man durch das Sichtfenster der Kameras, sieht man über den Sternen den jeweils zugehörigen Prominenten erscheinen. „Die Stars schweben sozusagen auf ihrem Stern, so dass die Besucher sich mit ihrem Lieblingsstar in beliebigen Posen fotografieren lassen können", erläuterte Georgia Tornow, Geschäftsführerin von der Boulevard der Stars gemeinnützigen GmbH. Ein Highlight für jeden Filmfan! Am 10. September soll der „Boulevard der Stars“ dann feierlich eröffnet werden.Svenja Ziegert

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