STADTLICHTER STADTMENSCHEN : Leben und liegen lassen

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Rotflügel-Ara und Cuba-Fink.

Das sind nur zwei von 500 Piepmätzen, die von heute bis Sonntag (9-17 Uhr) im Neuen Glashaus des Botanischen Gartens krächzen und tschilpen. Und wer noch keinen Vogel hat, kann sich bei der Vogelbörse, die zur Ausstellung in Dahlem gehört, einen besorgen. Die Kinder rätseln solange beim Vogelquiz – vielleicht auch darüber, was die ebenfalls ausgestellten 14 Kaninchenrassen damit zu tun haben. Rein geht’s wie für 6 Euro (Kinder 1,50) am Königin-Luise-Platz oder Unter den Eichen.

Die Korea Connection.

Trommler, Tänzer und Musiker in prächtigen Kostümen hauen heute und morgen in der Tempelhofer Ufa -Fabrik (Viktoriastraße 10-18) machtvoll auf die Weltmusik- Pauke. Mit seinem Ensemble tritt er für 15 Euro jeweils um 20 Uhr auf.

Dieter lässt bitten.

Wer Superstar 2008 bei RTL werden will, kommt Sonnabend um 12 Uhr zum offenen DSDS-Casting ins Grand Hotel Esplanade, Lützowufer 15. Aber Achtung, Bohlen beißt. Und wer nicht schön geübt hat oder nur Maultrommel spielen kann, landet später als Lachnummer im Fernsehen. Altersbegrenzung ist 16 bis 30. Wer jünger ist, muss Mutti mitbringen.

Ein Bayer und ein Ösi

. Das wird ein komischer und herziger Abend, wenn der große alte Walter Schmidinger heute seine einzigartigen Rezitationen der bissigen Texte vom langen dünnen Karl Valentin vorträgt. Heute um 20 Uhr im Berliner Ensemble in Mitte. Karten kosten 15 Euro, Tel. 284 08 155, die Abendkasse öffnet eine Stunde vorher.

La Montanara.

Bergfreunde aufgemerkt: Sonnabend um 15.30 Uhr singt im Festsaal des Rathauses Charlottenburg, Otto-Suhr-Allee 100, einer der besten Bergsteigerchöre Italiens. Der Coro Valsella schmettert eine oberitalienische Hymne an die Berge nach der anderen. Kostet nichts.

Nacht und Nebel.

In Neukölln jagt eine angesagte Kunstaktion die nächste. Sonnabend ab 19 Uhr kann man mit einem kostenlosen Taxis zwischen 50 Attraktionen hin und her gondeln. Scherenschnitte, Tanz, Rembrandt-Fälschungen enttarnen, Konzerte, Lesung oder Drag- Queen Egon Rathke besuchen – ist alles dabei. In der Fleischerei Blutwurst- Ritter, Karl-Marx-Platz 9-11, sind gar dekorative Wurstbilder zu bestaunen. Programm: www.nachtundnebel.info

Exzellenzklangkörper.

Die Philharmoniker werden 125. Sonntag sind deshalb alle Fans ab 11 Uhr zum Feiern in die Philharmonie eingeladen. Für lau versteht sich. Zu Beginn des Festes läuft ein Dokumentation über das Orchester im Nationalsozialismus und ab 13 Uhr wird musiziert bis der Scharoun-Bau wackelt.

Zauberflötchen.

Diese Kurzfassung der Mozart-Oper ist Sonntag um 11 Uhr beim Tag der offenen Tür in der Deutschen Oper, Bismarckstraße 35 in Charlottenburg, zu sehen. Bis 15 Uhr gibt es außerdem einen Workshop Schwanensee für Kinder, Instrumentenkunde, Gesangsunterricht, Ballett, Kampftraining, Kulissenschnuppern und Kostümverkauf.Der Eintritt ist frei. gba

Weitere Tipps stehen donnerstags in unserem Veranstaltungsmagazin Ticket.

So böse Späße mit einer Leiche gab es nicht mehr seit dem Kinofilm „Immer Ärger mit Bernie“. Da will Schlitzohr Achim alias Jan Josef Liefers seinen plötzlich verstorbenen Bekannten, einen Bankangestellten, im Auto quer durch Deutschland chauffieren, um auf Sylt irgendwie an dessen Firmenschlüssel zu kommen und dann den Tresor zu plündern. Natürlich geht alles schief, was schief gehen kann, und die Leiche wird auch nicht frischer. „Bis zum Ellenbogen“ heißt die schwarze Komödie, am Mittwochabend war Premiere im Kino International. Justus von Dohnányi hat nicht nur Regie geführt, sondern auch die Leiche gespielt – das war keine einfache Kombination sagt er. „Ständig wollte ich kitzelnde Ameisen von mir schütteln oder schlucken oder zwinkern“. Und zwischendurch auch Regieanweisungen geben. „Bis zum Ellenbogen“ ist ein Low-Budget-Projekt, da passte es, dass während der Dankesrede das Mikro ausfiel. Jan Josef Liefers war’s egal – er wurde seine Botschaft auch so los: „Wir hatten nicht mal Geld für Plakate und können den Film auf keiner einzigen Litfaßsäule bewerben.“ Deshalb habe der Film bloß eine Chance: „Wenn er euch gefallen hat, dann macht bitte kein Geheimnis daraus.“ Auf der anschließenden Party wurde so laut gelobt – die Botschaft scheint angekommen. sel

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