STADTMENSCHEN : Glamour auf Russisch

Die Kadetten vor der russischen Botschaft trugen festliche Uniformen und spielten neben klassischen Märschen auch Jazz zum Auftakt des sechsten russisch-deutschen Balls für Wirtschaft, Politik und Kultur. Das allein war es aber nicht, was die Schaulustigen anzog. Auch der Aufmarsch auf dem Roten Teppich war sehenswert wegen der auffallend eleganten Roben.

Vieles hat dazu beigetragen, dass sich dieser Ball überraschend glanzvoll entwickelt hat. Zum einen haben Botschafter Vladimir Kotenev und seine Frau Maria, die in einer effektvollen WunderkindRobe ihre Gäste mit Küsschen begrüßte, Sinn für Glamour und sind bei vielen großen Galas präsent. Außerdem gibt es viele willige Förderer. Schon im Eingangsbereich der Botschaft luden die Schwestern Urbschat, einstmals eherne Sponsoren-Säulen des alten West-Berliner Presseballs, die Gäste ein zum festlichen Foto-Shooting. Gleich dahinter eine ungewöhnlich lange Liste von potenten Unterstützern, darunter Siemens, die Deutsche Bank, Bosch, Ikea, Aeroflot und andere. In der Wirtschaft herrscht trotz aller politischen Schatten offensichtlich anhaltende Goldgräberstimmung. Der Botschafter betonte, dass „in bewegenden Zeiten“ dieses Fest ein „konzentrierter Ausdruck unserer exzellenten Beziehungen“ sei. Bei Porsche und BASF bedankte er sich, weil sie „das Russische Palais in ein wunderschönes Märchenschloss verwandelt haben“. Eggert Voscherau, der stellvertretende BASF-Vorsitzende, erinnerte sich an die erste Begegnung mit den Kotenevs im Kaiserdom zu Speyer. Porsche-Chef Wendelin Wiedeking berichtete von vielen Autos, die in Russland verkauft werden, und sagte vorsichtshalber, dass es solches Essen, wie es das Porsche-Catering-Team geliefert hatte, in der unternehmenseigenen Kantine nicht gebe. Tatsächlich wurden die Gäste, darunter Walter Momper, Wolfgang Böhmer, Barbara Becker, Franziska van Almsick, Dagmar Wöhrl, Andreas und Isa von Hardenberg, Bernhard von der Planitz und Regina Ziegler, bereits beim Defilee mit Kaviar-Kanapes empfangen und an Büffets durch russische Fisch- und Salatspezialitäten bis zu Schokoladenfontänen geführt. Roland Hetzer schwärmte von seinen russischen Patienten, die unkomplizierter seien als die deutschen. Bi

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