Stadtmenschen : US-Stars albern am Potsdamer Platz herum

Als Adam Sandler und Leslie Mann gestern ihren Film „Wie das Leben so spielt“ am Potsdamer Platz vorstellten, brachten sie erprobte Komik nach Berlin. Zum Einschlafen hat sich Adam Sandler in der Nacht vorher "ein Wiener Schnitzel auf die Augen gelegt".

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Anlehnen und lächeln. Leslie Mann und Adam Sandler gestern in Berlin. -Foto: ddp

Sie wirken wie zwei ehemalige Schulkameraden, die beim Wiedersehen die alten lustigen Geschichten hervorkramen und sich übermütig die Bälle zuspielen: Als Schauspieler Adam Sandler und Regisseur Judd Apatow gestern mit Apatows Frau, der Schauspielerin Leslie Mann, ihren neuen Film „Wie das Leben so spielt“ (Kinostart am 17. September) im Ritz-Carlton am Potsdamer Platz vorstellten, war das alles andere als eine ernste Angelegenheit.

Obwohl der Film von einem Hollywood-Comedian, gespielt von Sandler („Die Wutprobe“, „50 erste Dates“), handelt, der aufgrund einer unheilbaren Erkrankung sein Leben komplett überdenken muss. Doch der Film über die Welt der Stand-up-Comedy setzt bei aller Sentimentalität vor allem auf Komik. Und die bringen Sandler und Apatow („Jungfrau (40), männlich, sucht“) im erprobten Doppelpack auch nach Berlin: Vor zwanzig Jahren haben sich die beiden Freunde als recht erfolglose Comedians und Gagschreiber in Los Angeles ein Appartement geteilt. „Die alten Videoaufnahmen, die ich im Film verwendet habe, stammen aus dieser Zeit“, sagt Apatow. Sie zeigen Sandler bei Telefonscherzen, einem Hobby, dem der heute 42-Jährige zur Überraschung einiger Berliner auch letztes Jahr in der Hauptstadt nachgegangen ist, als er nicht schlafen konnte. „Und auch letzte Nacht habe ich hier wieder kein Auge zugetan“, erzählt Sandler. „Zum Schluss habe ich mir ein Wiener Schnitzel auf die Augen gelegt, – das hat geholfen“, sagt er mit ernstem Gesichtsausdruck, um gleich loszulachen wie ein Zehnjähriger.

Überhaupt hat es ihm die deutsche Sprache angetan: Seine Großmutter habe zu Hause immer „Gesundheit“ gesagt, was Sandler mit viel Vergnügen und breitem amerikanischem Akzent demonstriert. Das Wort „Feinkauchen“ findet er „wunderbar“ und nach mehrmaligem Probieren kommt dabei am Ende sogar ein akzeptables „Pfannkuchen“ heraus. Im Original heißt der Film „Funny people“ – die direkte Übersetzung, „Lustige Menschen“, hätte für das wahre Leben wohl am besten gepasst. (eve)

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