Tanz-Workshop : Nur die Hebefigur fehlte

Tagesspiegel-Gewinner tanzten mit den Stars von Dirty Dancing.

Silke Zorn
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Sie geben den Ton an.

In der Anleitung im Internet liest sich das ziemlich öde. Und zwar so: „Beim ersten Takt des Mambo findet eine Gewichtsverlagerung beider Beine statt.“ Dabei solle darauf geachtet werden, „dass man gleichzeitig das Knie einknickt“. Das alles führe dann zu einer schönen, geschmeidigen Hüftbewegung.

Doch mit solch grauer Theorie wollten sich Tagesspiegel-Leserin Franka Vogt aus Reinickendorf und ihr Freund Lucas Wick aus Charlottenburg nicht begnügen. Stattdessen ließen sie sich den kubanischen Tanz von echten Profis zeigen: den Hauptdarstellern der „Dirty Dancing“-Show, die seit April im Theater am Potsdamer Platz zu Gast ist. Die außergewöhnliche Übungsstunde hatten die beiden Frankas Mutter zu verdanken. Sie entdeckte den Tanz-Workshop bei der Internetauktion „Der Tagesspiegel erfüllt Träume“. Jedes Jahr kommen dabei ausgefallene Objekte und Erlebnisse unter den Hammer – vom Mitternachtsshopping in den Galeries Lafayette bis zum Dinner mit Prominenten. „Mit dem Tanzkurs hat mich meine Mama zum 18. Geburtstag überrascht“, erzählt Vogt. „Dirty Dancing’ ist mein absoluter Lieblingsfilm.“

Freund Lucas wurde kurzerhand als Tanzpartner verpflichtet und hatte ebenfalls seinen Spaß. Eine Stunde lang übten die Hauptdarsteller der Show, Charlotte Gooch (Penny) und Dániel Rákàsz (Johnny), mit den beiden auf der Probebühne des Theaters. Erst langsam und „trocken“, ohne Musik, dann zu heißen Mambo-Rhythmen. Geduldig korrigierten, lobten und motivierten sie – hatten in den beiden Berlinern aber auch talentierte Schüler. Trotz komplizierter Schrittfolgen und rasanter Drehungen hielten sie wacker mit und schafften bei aller Konzentration auch noch das Wichtigste beim Profi-Tanzen: immer schön lächeln. „Es war echt anspruchsvoll, hat aber auch riesig Spaß gemacht“, lautet Franka Vogts Fazit am Ende des Abends. Und auch Lucas Wick ist sich sicher: „In der Tanzschule lernt man so was bestimmt nicht.“ Silke Zorn

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