Stadtleben : Vandalismus kostete BVG 8,9 Millionen Euro

Fast 14,5 Millionen Euro mussten BVG und S-Bahn im vergangenen Jahr zur Beseitigung von Sachbeschädigungen ausgeben. Dies sei ein Ausgaben-Plus von mehr als 13 Prozent gewesen. Allein die BVG habe 2007 insgesamt 8,9 Millionen Euro aufgewendet, sagte Sprecher Klaus Wazlak. Im Jahr zuvor waren es noch 8,2 Millionen, 2005 rund 7,3 Millionen.

Vor allem auf U-Bahnhöfe haben die Jugendlichen es abgesehen. Hier werden zwei Drittel des Reinigungsgeldes ausgegeben. Dort stiegen die Kosten innerhalb von drei Jahren um mehr als das Fünffache von etwa 670 000 auf mehr als drei Millionen Euro. „Die Szene rüstet auf, setzt immer neue chemische Mittel ein, die nur sehr schwer zu entfernen sind“, sagt Wazlak. Die Täter können sich relativ sicher fühlen: Der BVG zufolge wurden im Vorjahr rund 3700 Fälle von Graffiti und Sachbeschädigung registriert, aber nur 733 Tatverdächtige ermittelt. In jedem neunten Fall sei ein Täter rechtskräftig verurteilt worden. 89 Sprayer mussten für den Schaden aufkommen. Doch sie zahlten letztlich zusammen nur mehr als 11 000 Euro, obwohl über 38 000 Euro geltend gemacht wurden.

In Berlin gibt es nach Einschätzung des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) mit Graffiti und zerkratzten Scheiben bundesweit „die größten Probleme“. Von den sauberen Wagen in München oder Stuttgart können Berlins Bahn- und Busreiniger nur träumen. ddp

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