Stadtleben : Vielleicht kommt ja auch die Kanzlerin

Am 23. November ist Bundespresseball – mit Sängerin Inga Rumpf als Stargast

Wenn am 23. November zum 9. Mal der Bundespresseball im Interconti tanzt, ertönen nicht nur Walzerklänge. Inga Rumpf, Deutschlands wohl erste große Rocksängerin, freut sich auf ihren Auftritt dort als „einen glanzvollen Höhepunkt der 40-jährigen Bühnenkarriere“. Dabei waren die frühen Höhepunkte auch nicht ohne. Der junge Udo Lindenberg fand, Ende der 60er Jahre aus Gronau kommend, in ihrer Hamburger Band „City Preachers“ gewissermaßen einen Sonderzug in die junge Rockmusikszene.

Inzwischen ist die 61-Jährige gereift, hat auch Soul und Gospels im Programm, hat viel erlebt und denkt, dass sich bei ihrer Musik manche gestandenen Politiker an ihre ersten Festivals und ihre ersten Jeans erinnern werden. Das passt vielleicht als hoffnungsvoller Auftakt zu den anstehenden 68er-Jubiläums- Festspielen im nächsten Jahr. Auch Jocelyn B. Smith und Annett Louisan werden die Gäste auf dem Ball unterhalten, der seit September ausverkauft ist. „Pas de Deux“ ist diesmal das Motto. Inspiriert wurde es, wie Organisator Alfred Gertler sagte, „von den Vorsitzenden der beiden Volksparteien, von Angela Merkel und Kurt Beck beziehungsweise Franz Müntefering als Vizekanzler: gemeinsamer Auftakt, Soloauftritte mit Absetzbewegungen, aber zum Finale sind sie dann doch wieder vereint.“

Ob es eine Vereinigung auf dem Parkett gibt, steht allerdings in den Sternen. Eine Zusage der Bundeskanzlerin liegt noch nicht vor, gilt auch als eher unwahrscheinlich. Auch Beck und Müntefering haben sich noch nicht angemeldet. Dafür wird Bundespräsident Horst Köhler wie schon in den vergangenen Jahren den Ball eröffnen, auch Christina Rau will kommen, ebenso der Regierende Bürgermeister sowie die Talkshowgastgeberinnen Anne Will, Maybrit Illner und Sandra Maischberger. Bi

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