STADTMENSCHEN : Berlin im Herzen

Eine berühmte Familie erinnert sich

Im Filmmuseum am Potsdamer Platz gab es gestern ein Familientreffen der besonderen Art. Verabredet hatten sich Kollodzieyskis, besser bekannt als Familie Kollo. Und die gibt seit 1906 in Berlin den Ton an mit Ohrwürmern wie „Das war in Schöneberg im Monat Mai“, „Die Männer sind alle Verbrecher“ oder „Das ist der Frühling von Berlin“ und „Untern Linden, untern Linden“. Motto des Familientreffens war „Zwei in einer großen Stadt“ und sollte daran erinnern das Walter Kollo am 28. Januar 130 Jahre alt geworden wäre und dass sich der Todestags seines Sohns Willi am 4. Februar zum 20. Mal jährt. Zwei Männer, die Berlin im Herzen und Musik im Blut hatten. „Berlin hat beiden viel zu verdanken“, würdigte sie der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit in seiner Grußadresse. Gekommen waren auf Einladung des Meisel-Musikverlags Mittes Bezirksbürgermeister Christian Hanke und natürlich die heutigen Kollos – Willi Kollos Tochter Marguerite und Sohn René. Der Opernsänger ließ sich wiederum von seinen Kindern aus zwei Ehen begleiten – Nathalie, Florence und Oliver. Seit 40 Jahren steht der Tenor, der mit dem Schlager „Hello, Mary Lou“ bekannt und später mit Wagnerpartien international berühmt wurde, mittlerweile auf der Bühne – was für sich genommen schon ein Anlass für eine Hommage wäre. Doch gestern standen Vater und Großvater Kolle im Mittelpunkt. Marguerite Kollo und las aus den literarischen Memoiren ihres Vaters vor. Anlässlich des 105. Geburtstages von Willi Kollo sollen sie 2009 als Buch erscheinen. In Ausschnitten gezeigt wurde zudem der Film „Solang noch Untern Linden“, den Willi Kollo 1958 über seinen Vater drehte – mit dem blutjungem René in der Hauptrolle. Gestern sang der 70-Jährige im Duett textsicherer als seine aus Dänemark angereiste Tochter Nathalie „Zwei in einer großen Stadt“. Mehr von Walter und Willi präsentiert das „Berliner Brett’l“ am 4. Februar um 20.30 Uhr in der Friedrichstraße 130 in Mitte (Kartentelefonnummer: 688 09 300) – Motto: „Es geht doch nischt über Berlin“. hema

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