STADTMENSCHEN : Der Schwede aus Südende

Foto: Mike Wolff
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Sehr weit hat er es nicht zu seinem Arbeitsplatz. Schauspieler Jan Josef Liefers, 45, wohnt mit seiner Familie in Steglitz, konkret: in Südende. Ab Sonntag wird vier Tage lang in Berlin gedreht, am Montag hat das Filmteam um die Produktionsfirma „Schmidtz Katze Filmkollektiv“ Teile des Flughafens Tempelhof gemietet, wo der Schauspieler für die Verfilmung des Bestsellers „Simon“ der schwedischen Schriftstellerin Marianne Fredriksson vor der Kamera steht. Gedreht werde außerdem auf dem jüdischen Friedhof in Prenzlauer Berg und im Haus Cumberland in Charlottenburg. Liefers, der einst eine Tischlerlehre an der Semperoper in seiner Heimatstadt Dresden machte, in den Achtzigern dann die Schauspielschule „Ernst Busch“ in Niederschöneweide besuchte und auch am Deutschen Theater tätig war, spielt eine der Hauptrollen und hat sogar dafür Schwedisch gelernt. „Simon“ erzählt die Geschichte über die Freundschaft zweier Familien in Göteborg in den 40er und 50er Jahren. Im Mittelpunkt steht Simon Larsson (Bill Skarsgard), der erfährt, dass er adoptiert wurde und einen jüdischen Vater aus Deutschland hat. Der Roman erschien im Jahr 1985. Kinostart soll im Frühjahr 2011 sein.AG

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