STADTMENSCHEN : Ein Preis verleitet zum Spenden

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Was ist das Schönste an einem Preis? Der Mäzen Arend Oetker, der am Dienstagnachmittag im Hotel de Rome mit dem „Montblanc de la Culture Arts Patronage Award“ ausgezeichnet wurde, definierte es so: „Man bekommt etwas und kann es weitergeben.“ Den Füller aus 18 Karat Gold aus der aktuellen, Elizabeth I. gewidmeten Limited Edition gab er an Frau Brigitte weiter: „Sie hat mich inspiriert die ganzen Jahrzehnte.“ Das Preisgeld in Höhe von 15 000 Euro bekommt der Kulturkreis der deutschen Wirtschaft im BDI, dem er seit 35 Jahren verbunden ist. Beim Weitergeben wollte Oetker es aber nicht belassen. Weitere 15 000 Euro spendete er aus diesem Anlass der Villa Romana in Florenz, in der regelmäßig deutsche Künstler mit einem Gaststipendium arbeiten können. Als Jurymitglieder waren Sunnyi Melles, Sonja Kirchberger und Thomas Heinze gekommen. Heinze lobte den außerordentlichen Enthusiasmus des Preisträgers, besonders sein Engagement für die Deutsche Stiftung Musikleben und die Berliner Philharmoniker.

„Ich bin in meinem Leben so viel reicher geworden durch die Begegnung und Auseinandersetzung mit Künstlern“, sagte Oetker. Er nahm den Preis auch zum Anlass, für stilvolle Kommunikation in Zeiten des Internets zu werben: „Anrede und Unterschrift schreibe ich in jedem Brief mit dem Füller.“ Anschließend spielte Piano-Virtuose Lang Lang, der den Preis überreichte, Etuden von Chopin, was Oetker offensichtlich bewegte und Gäste wie Sabine Christiansen, Jette Joop, Rita Süssmuth, Joachim Sartorius, Franziska Knuppe, Vladimir und Maria Kotenev begeisterte. Zuletzt habe Lang Lang mit US-Präsident Barack Obama und Paul McCartney in den USA auf der Bühne gestanden, verriet Montblanc-Geschäftsführer Thomas Schnädter. Der Preis wird an Mäzene in elf Ländern verliehen. Die Zeremonie dauerte nur 30 Minuten. Das gilt ganz oft: Je gewichtiger die Preisträger, desto kürzer die Reden. Bi

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