STADTMENSCHEN : Eine andere Art, Krebs zu besiegen

Soll man wirklich an einem Charity Ladies’ Lunch zugunsten neuer „Lebensfreude für krebskranke Frauen teilnehmen“? Unter den 80 Frauen, die sich gestern im Ellington Hotel trafen, gab es einzelne, die sich diese Frage gestellt haben. Das Thema Krebs ist mit so vielen Ängsten besetzt, etwa der, seine Schönheit zu verlieren. Das verdrängt man normalerweise lieber. Der Einladung von Claudia Rutt, Geschäftsführerin von DKMS Life, die für krebskranke Frauen Kosmetikseminare in Kliniken organisiert, waren dennoch viele prominente Frauen gefolgt, darunter Alice Brauner, Lore Maria Peschel Gutzeit, Vicky Leandros, Janine White, Maria Koteneva, Anna von Griesheim und Sandra Pabst. Sandra Maischberger erzählte im Gespräch mit Marina Ruperti, wie es war, als 22-Jährige den Vater an den Krebs zu verlieren, und wie oft sie daran denken muss, dass er erst 55 Jahre alt war, als ihn dieses Schicksal ereilte.

Claudia Rutt wollte Frauen zusammenbringen, „die mit ihrem Herzen etwas bewegen möchten“ und auf die Seminare aufmerksam machen. Hotel-Lady Sigrid Streletzki hat die Veranstaltung gesponsert. Die Kurse selbst werden unter anderem von Douglas, Lancaster und L’Oreal unterstützt. Es geht im Grunde darum, das Thema Krebs von Tabus zu befreien. Auch deshalb ist es wichtig, dass Vorzeigefrauen den Mut haben, sich öffentlich damit auseinanderzusetzen.

Wer besser aussieht, fühlt sich gleich auch besser. Eindrucksvoll zu sehen war das in einem Film, in dem die 26jährige Ananda ihre Krebsleidensgeschichte auf Video festgehalten hat und an einer Stelle mit Rouge, neu geschminkten Brauen und Perücke sagt: „So könnte man fast meinen, ich hätte nichts“.

Sandra Maischberger erzählte, wie ihr mal in einer Sendung eine Frau begegnet ist, die auf keinen Fall wollte, dass man ihr den Krebs ansieht. Das hat sie von der Bedeutung dieser aus den USA stammenden Idee endgültig überzeugt. Bi

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