STADTMENSCHEN, Holländisches Supermodel spricht über Autos : Wild und unbezahlbar

Bei der Fashion Week erzählte Supermodel Doutzen Kroes, was ihr an Autos wichtig ist. Bloggerin Pernille Teisbaek schaute auch vorbei.

von und Elisabeth Binder

Was macht ein Auto begehrenswert? Gutes Aussehen natürlich. Das holländische Supermodel Doutzen Kroes und Carlyne Cerf de Dudzeele, die Stylistin der aktuellen Kampagne zur Mercedes-Benz Fashion Week, unterhielten sich am Donnerstag im Zelt am Brandenburger Tor über die Entstehungsgeschichte der Poster, die auch Unbeteiligten im Stadtbild auffallen. Einen ganzen Tag lang hing das Model im Trapez, bis es am Ende so wirkte, als würde es auf der Motorhaube und dem Dach des „Hybrid by Nature“ Ballett tanzen. Mit Neonblumen sind die Bilder betont lebendig und dynamisch gestaltet, zwei Eigenschaften, die die ironisch auftretende Stylistin auch an Berlin mag. Die Frage, warum Frauen eigentlich so auf SUVs stehen, beantworteten die beiden Frauen quasi einstimmig: „Weil sie groß sind.“ Das Model fügte noch hinzu: „Und weil sie sich sicher anfühlen, besonders mit Kindern.“ Sie sei in einer ökofreundlichen Familie aufgewachsen und beim Zähneputzen immer angehalten worden, das Wasser zwischendurch abzudrehen. Deshalb, und weil sie Holländerin ist, fährt Doutzen Kroes auch gern Rad. Und weil Supermodels immer nach Karrieretipps gefragt werden, hatte sie auch welche für die sehnsüchtig guckenden jungen Fashionistas parat. „Nicht zu viel planen, einfach dem Flow folgen und jede Sekunde genießen.“ Sie selber habe zu viel Heimweh gehabt, als sie noch jünger war.

Für die Stylistin gibt es in Berlin keinen Grund zum Heimweh. Die Stadt ist unbezahlbar, das haben nun auch die neuen Modewoche-Sponsoren des Kreditkartenunternehmens Mastercard entdeckt. Berlin haben sie allerdings erst als 36. Stadt in ihre Kampagne „Priceless City“ aufgenommen. Postermotive zeigen zum Beispiel unter der Überschrift „As wild as Berlin“ einen Geschäftsmann, der vor dem Bode Museum Handstand macht. „Die besten Kreditkartenkunden sind Großstädter“, erzählt Monica Biagiotti, die Europa-Marketing-Chefin. „Sie gehen viel aus, sind reisefreudig, kulturinteressiert und modeaffin.“ Deshalb will das Unternehmen seinen Kunden überall auf der Welt unbezahlbare Berlin-Momente anbieten. Dazu gehört der Blick hinter die Kulissen der Fashion Week, der sonst nur dem Fachpublikum vorbehalten ist. Künftig will sich das Unternehmen auch bei der Berlinale als Sponsor stärker engagieren. Ein Treffen mit dem Lieblingsstar auf dem Roten Teppich ist auch so ein Moment, den man hier gut erleben kann. „Glamour-Events gehören zur DNA der Stadt“, haben die Forscher von Mastercard herausgefunden. Dazu hätte es freilich keiner Studie bedurft. Die Macherinnen des Modemagazins "Instyle" wissen das schon länger. Deshalb stellten sie auch diesmal wieder im Rahmen der Fashion Week eine erfolgreiche Star-Bloggerin vor. Am Mittwochabend bewies Pernille Teisbaek im Hotel Zoo, dass sie den schönen dänischen Titel „smukke piger“ (schönes Mädchen) zu Recht trägt und auch als Model taugt. Vor drei Jahren gründete sie ihren Blog „Look de Pernille“. Inzwischen folgen der 31-Jährigen weltweit eine Viertelmillion Menschen bei Instagram. Was im Fashion-Zelt vor dem Brandenburger Tor passiert, ist also die Spitze des Eisbergs. Die Zeitschrift „Elle“ war Mitgastgeberin der Schürzenschau von Annelie Schubert, deren warme Kleider perfekt sind für den Skandinavienurlaub. Zur Kür von Peek & Cloppenburgs „Designer for Tomorrow“ waren unter anderem Zac Posen, Franziska Knuppe, Florian Langenscheidt und Annabelle Mandeng gekommen. Die Berlinerin Mareike Massing freute sich über den Sieg.

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