STADTMENSCHEN : Kinoliebhaber am Ku’damm, Hollywood im Adlon

Foto: dapd/Henning Kaiser
Foto: dapd/Henning KaiserFoto: AFP

Das wollte sich der Britische Botschafter in Berlin nicht nehmen lassen. Als Fan der Beatles begrüßte Simon McDonald am Mittwochabend persönlich die Gäste in der Astor-Film-Lounge am Ku’damm zur Vorführung von „Nowhere Boy“, zu der der das British Council und das Magazin „Vogue“ eingeladen hatten. Der Film dreht sich um das Leben John Lennons, der McDonald früher sehr beeindruckte: „Im Lauf seines Lebens hat John Lennon sich ständig weiterentwickelt und immer wieder neue Rollen ausgefüllt“, sagte der Botschafter. Er ist nicht nur Musik- sondern auch Kinofan – eine Leidenschaft, die er offenbar mit Wim Wenders, David Kross und Jessica Schwarz und Sarah Kuttner teilt, die sich „Nowhere Boy“ ebenfalls ansehen wollten.

Gleich ein paar Meter von der Astor-Lounge entfernt eröffnete McDonalds Kollege aus Frankreich nicht nur einen Film, sondern gleich eine ganze Filmwoche: Bernard de Montferrand hatte zum Start der 10. Französischen Filmwoche ins Cinema Paris eingeladen. Unter den Gästen waren unter anderem die Hauptdarsteller des Eröffnungsfilms „Small World“, Alexandra Maria Lara, die auch Patin des Festivals ist, und Gérard Depardieu, der, wie berichtet, schon am Vortag in Kreuzberg unterwegs war, um für seinen neuen Schaumwein zu werben. Ebenfalls dabei: Schauspielerin Françoise Fabian, Regisseur Bruno Chiche, sein deutscher Berufskollege Volker Schlöndorff, die Schauspielerinnen Katja Riemann und Eva Habermann sowie die Regisseurin Katja von Garnier. Nach der Weltpremiere der Verfilmung des Bestsellers hatte der Botschafter gemeinsam mit Sponsoren zum Empfang ins Institut Français geladen.

Nach den Briten und Franzosen dürfen die Amerikaner nicht fehlen. Am Freitag schweben wieder Hollywoodstars in der Hauptstadt ein. Schauspielerin Cameron Diaz will ihren neuen Film „The Green Hornet“ vorstellen, zusammen mit Regisseur Michel Gondry und ihrem Kollegen Jay Chou. Für die Oscar-Atmosphäre ist Christoph Waltz zuständig, der in dem 3-D-Film einen schillernden Unterweltboss aus Los Angeles spielt. Eine Premierenfeier gibt es jedoch nicht. Die Stars kommen nur für Interviews ins Hotel Adlon. Der rote Teppich bleibt damit vorerst in britischer und französischer Hand. Bi/sop

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben