Berlin : Stadtmenschen: Rädchen im Getriebe

tabu

Dienstagmorgen. Theater des Westens. Seit September schon läuft das Stück "Falco meets Amadeus" erfolgreich im TdW, "doch nach sieben Monaten sollten wir dem Berliner Publikum mal wieder etwas anderes bieten, trotz des Erfolges", verkündet Intendant Elmar Ottenthal. Gesagt, getan: Am 19. Mai startet "Schwejk it easy" - ein Musical über das witzig-ironische Aufbegehren des liebenswerten Querulanten Schwejk, das "in die Jetztzeit" transportiert wird. Nach der Grundidee von Jaroslav Haseks Schelmenroman "Die Abenteuer des braven Soldaten Schwejk" erzählen die Autoren Peter Blaikner und Michael Korth "eine durchgeknallte witzige Satire", verspricht Ottenthal. Und wer, wenn nicht Konstantin Wecker, könnte die Musik zu einem solchen Stück schreiben? "In dem Stück wird viel gepoppt und auch gehiphopt", erklärt der Musiker. Schnell wird so aus dem braven Soldaten ein "Schwejk it easy". Um das ein wenig zu veranschaulichen, haut Wecker als kleine Kostprobe in die Tasten und singt das Beamtenlied "Ein Beamter ist ein Rädchen im Getriebe, drum ist es wichtig, dass man ihn schmiert." Das kindliche Gemüt und den gesunden Menschenverstand des Schwejk könnten die Leute heutzutage mehr denn je gebrauchen, glaubt Ottenthal, obgleich das Musical "kein Lehrstück, sondern ein Riesenspaß" sein soll. Vorerst läuft dieser Spaß nur vom 19. Mai bis zum 22. Juli, aber "wir haben schon angedacht, noch mehr daraus zu machen", verspricht Ottenthal.

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