STADTMENSCHEN : Verdiente Bürgerinnen

Es war spannend in der Allianz-Repräsentanz am Pariser Platz, wo zum vierten Mal der FDP-Bürgerinnenpreis „Liberta“ an „eine außergewöhnliche Frau als Vorbild für die Bürgergesellschaft“ in Form einer Marmorstatue verliehen wurde. Der Ehrenpreises ging an Eske Nannen für ihr unermüdliches Wirken für die Kunsthalle Emden und die dazugehörende Stiftung. Für die „Liberta“ – der Preis wurde 2007 von der stellvertretenden FDP-Vorsitzenden Cornelia Pieper gegründet – waren drei Frauen nominiert. Die Siegerin wurde von Cornelia Pieper in Anwesenheit von Hans-Dietrich Genscher und seiner Frau Barbara, der Schirmherrin des Preises, bekannt gegeben: Halima Alaiyan. FDP-Generalsekretär Christian Lindner würdigte die Ärztin palästinensischer Herkunft in seiner Laudatio nicht nur für die Talat- Alaiyan-Stiftung, die Begegnungen von deutschen, israelischen und palästinensischen Jugendlichen in Saarbrücken und Berlin ermöglicht, sondern auch ihren Lebensweg. „Sie mussten immer wieder Widerstände und Gegensätze in ihrem Leben überwinden.“ Halima Alaiyan nahm sichtlich bewegt den Preis entgegen, dankte Deutschland und dem Saarland im Besonderen für die wunderbare Aufnahme 1966 und für die Möglichkeiten, durch Bildung etwas zu erreichen. Und sie nutzte geschickt die Gelegenheit der Anwesenheit von Wirtschaftsminister Rainer Brüderle, um für Unterstützung für ihre Arbeit zu werben.

Ebenfalls nominiert waren Schwester Lea Ackermann mit ihrem Frauenprojekt SOLWODi für Frauen in Not in Mombasa und Ulrike Schwemmer, Gründerin und Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Regenerative Medizin. R.B.

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