Berlin : Stadtmenschen: Wortreich

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So nervös habe sie den Papa noch nie erlebt, sagte Alice Brauner und lachte. Gerade hatte Filmproduzent Artur Brauner vor rund 100 Gästen in der Havanna Lounge eine längere Lobrede auf das erste Buch seiner Tochter heruntergerasselt: Die neue Rechte in Deutschland (Leske + Budrich, 36 Mark). Darin setzt sich die 34-Jährige mit antidemokratischen und rassistischen Tendenzen auseinander. Das Buch ist zugleich die Dissertation der Journalistin. Das muss gefeiert werden, beschlossen die Eltern und luden zum Empfang. Natürlich kam die Familie, die irgendwie auch am Buch beteiligt war. Schließlich hat Schwester Fela Brauner auf Alices neugeborene Zwillinge Ben und David aufgepasst und der schreibenden Mutter eine Menge Babystress erspart. Bruder Sammy Brauner hat die Kapitel kritisch durchgelesen, und "Henry hat ermutigend danebengestanden". Cousine Sharon Brauner unterhielt später die Gäste mit traditionellem jüdischem Gesang, darunter den israelischen Botschafter Shimon Stein. Der kam, weil er Brauners kennt und Buchprojekte wie dieses unterstützenswert findet. Mit Modeschöpferin Sandra Pabst, Ex-Bunte-Chefin Beate Wedekind, Springer-Aufsichtsratschef Bernhard Servatius sowie Rolf Eden war die Prominenz des Abends buntgemischt.

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