Berlin : Statt Wandertag: Schüler beteiligen sich an Marathon für guten Zweck

ak

"Ich fand die Idee gut, aus unserem Wandertag keinen normalen Wandertag zu machen", sagt Miriam Reuschel. Sie ist eine der Schülerinnen vom Werner-von-Siemens-Gymnasium die Eltern und Bekannte zu einem "Kilometersponsoring" für einen guten Zweck überreden konnte - für ein Förderprojekt der Welthungerhilfe. Zwischen fünfzehn Pfennig und fünf Mark können die Sponsoren für jeden der 13 Kilometer spenden, die die rund 1000 Gymnasiasten am 22. September im Grunewald zwischen Havel und Krumme Lanke zurücklegen. "Es ist aber gar nicht so einfach, außer den Eltern einen anderen zu finden, der was geben will", erzählt die 13-Jährige. Auch die Anmeldegebühr von zehn Mark, die die Schüler über Sponsorengelder finanzieren müssen, damit die Schule den Organisationsaufwand decken kann, hätten viele noch nicht zusammen. Da die meisten nicht ihr Taschengeld opfern wollen, werden leider nur einige aus ihrer Klasse "gesponsert" laufen.

Das Werner-von-Siemens-Gymnasium beteiligt sich als eine der ersten Berliner Oberschulen an der "Lebenslauf-Aktion", die der Deutsche Leichtathletikverband und die Welthungerhilfe vor drei Jahren ins Leben riefen. "Pädagogisches Ziel der Aktion ist, dass sich die Schüler mit den Projekten der Welthungerhilfe befassen und selbst Mittel dafür organisieren", sagt Christina Trümper Portella, Geschichts- und Französischlehrerin und eine der Organisatoren des "Lebenslaufs". An wen genau die erhofften Einnahmen von 10 000 Mark gehen, können die Schüler dann ebenfalls selbst entscheiden. Die Sponsorenerklärungen zum "Lebenslauf", bei der Schule erhältlich, sind an den gesponserten Läufer abzugeben, der Betrag ist nach dem Wandern an ihn auszuzahlen. Start ist dann am 22. September um 9 Uhr am Gymnasium.

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