Berlin : Stau light

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Die Warnungen lagen wie Gewitterwolken über der Stadt. Nichts geht mehr, hieß es. Das gibt den absoluten Superstau. Der ADAC rief gar zum Verzicht auf und empfahl Autofahrern, die Innenstadt am Wochenende zu meiden. Und was war? „Es ist den ganzen Tag sehr ruhig gewesen“, heißt es am Abend beim Verkehrswarndienst.

An einem Werktag wäre die Sperrung vermutlich nicht ganz so unproblematisch verlaufen. Die Deutsche Bahn AG saniert an diesem Wochenende zwei Eisenbahnbrücken. Dafür wurde die Autobahn 100 zwischen den Ausfahrten Kaiserdamm und Konstanzer Straße gesperrt. Auch die parallel zur Autobahn verlaufende Halenseestraße ist seit Freitagabend beidseitig dicht. Nur die Anbindungen an die Avus sind in beiden Richtungen befahrbar. Wer von Süden kommt, wird bereits am Kreuz Zehlendorf über die Bundesstraße B 1auf die Potsdamer Chaussee umgeleitet. In der Richtung City West geht es dann weiter über die Clayallee und über den Hohenzollerndamm, Richtung Mitte und Ost über Unter den Eichen und die Westtangente bis zum Kreuz Schöneberg. Fallen sollen die Umleitungsschilder am Montagfrüh gegen 5 Uhr.

Die Bahn AG saniert die zwei 30 Jahre alten Eisenbahnbrücken, damit die Züge dort künftig schneller fahren können. Die Stahlgerüste werden saniert, teilweise erneuert und die 80 Meter langen Teilstücke einen Meter angehoben. Der Fern- und S-Bahnverkehr ist durch die Wochen dauernde Grundsanierung nicht beeinträchtigt.

Völlig ist die Staugefahr nach Angaben des Verkehrswarndienstes aber noch nicht gebannt. Spannend dürfte es Sonntag vor allem am späten Nachmittag werden: Wenn die Wochenend-Ausflügler und die Urlauber nach Hause kommen. „Dann könnte es eng werden.“ Viele der Rückkehrer dürften dann allerdings bereits stauerprobt sein. Denn schon am Sonnabend kam die sommerliche Reisewelle auf Deutschlands Autobahnen zum Erliegen. Im Norden und Süden kam es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. kf

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