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Stechfliegen in Berlin und Brandenburg : Nach der Flut kommt die Mückenplage
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Dennoch gibt es in Brandenburg und Berlin immer noch viele Ecken ohne Mückeninvasion. „An Seen und Flüssen mit einem guten Fischaufkommen können Sie sich beruhigt aufhalten, die Insekten gehören zur bevorzugten Nahrung vieler Fische“, erklärt Experte Freude. „Deshalb ist auch der Spreewald nicht stärker als andere Gebiete betroffen, von den feuchten Sümpfen einmal abgesehen.“ Im heimischen Garten oder an den Häusern könne jeder Eigentümer selbst etwas gegen die Mückenbrutstätten unternehmen: „Wassertonnen leeren oder abdecken, gefüllte Gießkannen nicht über Tage stehen lassen und Dachrinnen von stehendem Wasser befreien.“ Ruhe herrscht noch vor den lästigen Wespen, die tauchen erst im August wieder auf.

Die Aufräumarbeiten nach der Flut dauern an

In den Hochwassergebieten selbst kommt kein Helfer beim Aufräumen ohne Anti-Mücken-Spray aus. Das trifft auch auf die Baubrigaden zu, die im Auftrag der Deutschen Bahn die durch die Fluten bei Schönhausen im nördlichen Sachsen-Anhalt beschädigte Elbebrücke und einzelne Streckenabschnitte instand setzen. Die Arbeiten dauern viel länger als geplant. Vorerst gilt der Notplan der Bahn deshalb für mehrere Strecken von Berlin nach Westen und Süden noch bis Ende Juli. So müssen die ICE-Züge zwischen Berlin, Wolfsburg, Hannover, dem Ruhrgebiet und bis Frankfurt am Main über Magdeburg oder Wittenberge umgeleitet werden.

Die Züge nach Hannover fahren von Berlin deshalb im Schnitt rund 60 Minuten vorher ab und kommen aus der Gegenrichtung ebenfalls eine Stunde später an. Die über Magdeburg umgeleiteten Züge halten in Braunschweig, nicht aber in Spandau, Stendal und Wolfsburg. Die ICE-Linie von Berlin über Braunschweig, Göttingen, Frankfurt am Main und München fährt zwischen Berlin und Fulda über Naumburg und braucht daher zwischen 30 und 40 Minuten länger. Auch im etwas langsameren IC-Verkehr nach Westen gibt es starke Veränderungen und teilweise Zugausfälle. Reisende sollten sich daher rechtzeitig über die Veränderungen bei der Bahn informieren.

Zwischen Stendal und Rathenow fahren auf unbestimmte Zeit weiterhin Busse als Ersatz für die unterbrochene Bahnverbindung. Die Deutsche Bahn AG hat für alle Fragen eine kostenlose Nummer geschaltet: 08000/ 99 66 33.

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