Berlin : Stefan Beinlich, Fußballer

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Wie soll es der Stadt 2003 ergehen? Wir haben Menschen gefragt, denen Berlin am Herzen liegt. Ihre Wünsche lesen Sie hier bis Weihnachten. Heute: Herthas Fußballer Stefan Beinlich.

Ach, ich habe eigentlich nur einen kleinen Wunsch für Berlin. Ich würde mich freuen, wenn die Menschen wieder öfter „Bitte“ und „Danke“ sagen könnten. Wenn wir zum Beispiel nach dem Training in die Kabine laufen, stehen immer viele Fans am Fußballplatz. Die meisten unserer Fans sind nett und höflich, aber viele kommen wie wild angerannt und fordern Autogramme. Kann man da nicht einfach mal „Bitte“ sagen? Einfach ein bisschen höflicher sein? Das soll nicht spießig klingen, aber ich finde, das gehört sich so. Es sind diese kleinen Dinge, über die ich mich, über die wir alle uns manchmal ärgern. Der Respekt zwischen den Menschen hat nachgelassen, ich finde das schade. Vielleicht merke ich so etwas auch erst, weil ich langsam älter werde, im Januar feiere ich meinen 31. Geburtstag. Ich bin gerade zum dritten Mal Vater geworden. Ich hoffe, ich kann meinen Kinder das mitgeben, was ich manchmal bei Jugendlichen vermisse: Anstand. Foto: Mike Wolff

DAS TÄGLICHE TÜRCHEN

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