Berlin : Steglitzer Kreisel: Busbahnhof wird am Sonnabend wiedereröffnet

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Der Busbahnhof am Steglitzer Kreisel, bislang als "schwarzes Loch" bekannt, wird am Sonnabend nach drei Jahren mit einer kleinen Feier wieder eröffnet. Zwei Jahre wurde Asbest beseitigt, ein Jahr benötigte die BVG für die Umgestaltung. Das für Fahrgäste und Passanten lästige Provisorium hat nun ebenso ein Ende wie der Blick auf nackte Betonwände. Die acht Buslinien fahren nun nicht mehr über die Straße Unter den Eichen, sondern in der Kuhligkshofstraße ein. Der wichtigste Umsteigebahnhof im Südwesten Berlins, den täglich 50 000 Fahrgäste nutzen, wurde um die Hälfte auf 3300 Quadratmeter verkleinert. Der Weg vom S-Bahnhof Steglitz zum Busbahnhof ist überdacht worden. Der Komplex verfügt über behindertengerechte Haltestellen mit Rollstuhlrampen, ein Blindenleitsystem und ein für Busse bislang einmaliges Informationssystems, das in Zukunft für alle 7000 Bushaltestellen eingesetzt werden soll. Die Wände sind modern in blau und silber gestaltet, integrierte Lichtbänder im Fußboden helfen den Umsteigenden auf den Weg, und eine 40 Meter lange beleuchtete Wand mit einem Wasserfall soll das Warten auf den Bus angenehmer machen. Die BVG, die ein Dauernutzungsrecht für das Grundstück besitzt, hat zwölf Millionen Mark investiert. Einige weitere Monate Baustelle müssen die Passanten an der Albrechtstraße noch ertragen: Weitere 35 Millionen Mark kostet die Umgestaltung der Geschäfte und des Hoteleingangs. Dem Einzelhandel stehen nun 7500 Quadratmeter zur Verfügung, alle Läden sind vermietet. "Das neue Einkaufszentrum ist Ende des Jahres fertig", sagte Peter Häger, Vorstand des Unternehmen Becker&Kries, dem die Flachbauten am Kreisel gehören.

Bei der Eröffnung am Sonnabend von 10 bis 17 Uhr sollen 1000 Brummkreisel gleichzeitig kreiseln und einen Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde schaffen. Ein Wagen der Linie 280 verlässt den Busbahnhof am Sonntag um 4.56 Uhr als erster - mit einer Überraschung für die Fahrgäste.

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