Berlin : Steigerung von 399 auf 465 Millionen wurde erst nach 1998 zugegeben

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Die für den Bau des Kanzleramtes verantwortliche Bundesbaugesellschaft Berlin (BBB) hat noch bis Ende 1998 gegenüber dem Bund behauptet, Kostensteigerungen bei dem Gebäude könnten durch anderweitige Einsparungen oder Reserven kompensiert werden. Dies geht aus einem Protokoll der BBB hervor, das erst jetzt bekannt wurde. Das bedeutet, die BBB hat erst nach dem Regierungswechsel Alarm geschlagen und nicht schon unter Bundeskanzler Helmut Kohl. Die Kosten für das Haus sind - wie mehrfach berichtet - um 66 Millionen Mark auf 465 Millionen Mark gestiegen.

Inzwischen wurden die Kostensteigerungen von der Deutschen Baurevision im Auftrag der BBB überprüft. Mehrkosten seien unter anderem durch nicht rechtzeitig fertiggestellte Pläne, Planänderungen und aufwendige Decken- und Säulenkonstruktionen entstanden. Von der BBB hieß es, man sehe das Gutachten als Aufforderung, derartiges bei künftigen Bauaufträgen zu vermeiden. Außerdem werde man Firmen, wo es irgend möglich sei, in Regress nehmen.

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