Berlin : Sternfahrt: Auch Strieder radelt mit

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Eine gute Nachricht aus dem Senat beflügelt Berlins Radler, zumindest die im Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) organisierten: Verkehrssenator Peter Strieder (SPD) radelt trotz Regierungskrise - oder gerade wegen des nun beginnenden Wahlkampfs? - mit bei der großen Sternfahrt am morgigen Sonntag. "Für eine fahrradfreundliche Stadt" werde sich Strieder gemeinsam mit dem ADFC-Vorsitzenden und ersten Fahrradbeauftragten Berlins, Michael Föge, um 11 Uhr am Bahnhof Wannsee in den Sattel schwingen, sagte gestern der Sprecher des Fahrrad-Clubs. Grafik: Die Fahrrad-Sternfahrt 2001 Strieder sei bei der Sternfahrt willkommen, weil er einiges angeschoben habe, darunter einen eigenen Etat für den Radverkehr, der schrittweise auf zehn Millionen Mark angehoben werden soll. Trotzdem sei Berlin noch weit davon entfernt so fahrradfreundlich zu werden wie etwa Amsterdam, wo der Anteil der Radler am Straßenverkehr bei 28 Prozent liegt (Berlin: zehn Prozent). Berlins oberste Biker radeln am Sonntag über die Avus zum Großen Stern im Tiergarten, wo sie sich um 13 Uhr mit mehreren zehntausend Alltags- und Freizeitradlern treffen. Auf 13 Routen mit 56 Treff- und Haltepunkten (siehe Grafik) sollen sich die Demonstranten in die Innenstadt bewegen. Dort erwartet sie zwischen Brandenburger Tor und Friedrichstraße ein Umweltfestival der Grünen Liga mit großem Ökomarkt. An rund 120 Ständen werden ökologische Lebensmittel verkauft. Außerdem gibt es Kunsthandwerk. Kinder können weben, spinnen oder einen Nistkasten bauen. Auf der Bühne am Pariser Platz wird Landwirtschaftministerin Renate Künast erwartet. Bands spielen Klezmer und Jazz. Auf der Westseite des Brandenburger Tors gibt es ein Newcomer-Festival mit jungen Bands. Infos unter www.adfc-berlin.de , über Einschränkungen des BVG-Verkehrs unter Telefon 19449 oder 2562 2562 und www.bvg.de .

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