Berlin : Stop and show

Ariane Bemmer

lobt die moderne Verkehrsbeobachtung Die Leistungsfähigkeit moderner Technik und die Innovationsbereitschaft dienstleistungsorientierter, problembewusster Verwaltungen versetzen einen doch immer wieder in Erstaunen. Die Verkehrsmanagementzentrale hat ein Unternehmen beauftragt, mit aufwändigen Kamerainstallationen das Verkehrsgeschehen auf der Potsdamer Straße abzufilmen, damit man einen Einblick bekommt, wieso es auf der Nordsüdstraße durchaus häufig nur zäh vorwärts geht. Man erhofft sich von den Daten Aufschluss darüber, wie lang beispielsweise ein Stau zur Mittagszeit wird, wenn ein Lkw auf der Busspur hält. Diese Aufzeichnungen wurden jetzt gerade gemacht (gut anderthalb Jahre, nachdem Kameras Wasser auf dem Mars nachgewiesen haben, aber das nur am Rande), als ob es auf der Straße nicht seit Jahren Probleme gebe. Doch besser spät als nie. Und nun rätselt der Bürger, welche Konsequenzen die Datenauswertung haben könnte. Wird die Fahrbahn verbreitert, umgelenkt, abgesenkt? Werden die Premieren im „Wintergarten“ auf vier Uhr morgens verlegt, weil dann weniger Staugefahr durch Besuchertaxis zu befürchten ist? (Seite 13)

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