Berlin : Strahlenbelastung: Streit ums Kinderröntgen

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Die Berliner Ärztekammer hat vor Panikmache beim Thema Kinderröntgen gewarnt. Gerade in Kliniken mit einer Kinderabteilung, in denen besonders häufig Kinder geröngt werden, gebe es keine Beanstandungen bei den Untersuchungen. Die Ärztekammer reagierte damit auf eine Mitteilung des Landesamtes für Arbeitsschutz, Gesundheitsschutz und technische Sicherheit (LaGetSi), wonach bei der Überprüfung von 90 Praxen und Kliniken in 50 Fällen die gesetzlich vorgeschriebenen Schutzstandards nicht eingehalten worden waren. Bemängelt wurde vor allem, dass der besonders bei Kindern wichtige Schutz der Genitalien vernachlässigt wurde und die für das Kinderröntgen vorgeschriebenen Aluminium-Kupfer-Filter zur Verringerung der Strahlenbelastung nicht eingesetzt wurden. Auch das obligatorische, extra-empfindliche Filmmaterial sei nicht immer vorhanden.

Nach Auffassung der Ärztekammer hat das LaGetSi vor allem Praxen von Orthopäden, Röntgenärzten und Zahnärzten untersucht, die nicht in erster Linie auf das Röntgen von Kindern spezialisiert sind. Bei den auf Kinder spezialisierten Einrichtungen würden jedoch alle vorgeschriebenen Standards beachtet, hieß es. Man wisse jedoch, "dass in einigen Praxen das Know-how über die Sicherheitsstandards beim Röntgen von Kindern noch verbesserungswürdig ist". Aus diesem Grund fordere man seit einem Jahr bei Überprüfungen auch immer Kinderaufnahmen an. Bei mangelnder Qualität werde fachlich beraten.

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