Berlin : Strecke nach Hamburg sechs Stunden dicht

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Nach dem Unfall um 7.15 Uhr brach auf der A 24 nach Hamburg, auf dem Berliner Ring und auf den Umleitungsstrecken über Land Chaos aus. Bis gegen 10 Uhr steckten hunderte Autos, die die A 24 direkt nach dem Unfall befuhren, auf dem sechs Kilometer langen Abschnitt von der Unfallstelle bei Kremmen bis zum Dreieck Havelland fest. Folgende Fahrzeuge wurden dann von der Polizei auf Landstraßen umgeleitet – doch auch dort ging es nur im Schritttempo vorwärts.

Die hinter dem Unfall Festsitzenden durften am Vormittag unter Polizeiaufsicht auf der Autobahn wenden und bis Dreieck Havelland als „Geisterfahrer“ zurückfahren. Erst um 13.44 Uhr wurde die A 24 Richtung Hamburg wieder frei gegeben. Wer gestern dort im Stau stand, empfand die Stimmung ganz anders als sonst. In den Autoradios führte die Meldung vom schweren Unfall die Nachrichten an. Nach jeder neuen Information stiegen Menschen aus, erzählten sich die gehörten Berichte und fügten eigene Erlebnisse hinzu. Angesichts der dramatischen Ereignisse schien der Stau zweitrangig zu sein.

Schier endlos zog sich die von der Autobahn abgeleitete Karawane noch viele Stunden nach dem Unfall durch kleine Dörfer wie Marwitz, Pausin oder Perwenitz. Es ging so langsam voran, dass Autofahrer die Menschen in einem Ort auf dem Weg zum sonntäglichen Gottesdienst beobachten konnten, während sie die Kirchgänger im nächsten Ort bereits vom Gebet zurückkehren sahen. Erst am Nachmittag löste sich der Stau auf. Ha/ste

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