• Streckensperrungen der Berliner U-Bahn: Chaos bei Schienenersatzverkehr an der Yorckstraße

Streckensperrungen der Berliner U-Bahn : Chaos bei Schienenersatzverkehr an der Yorckstraße

Seit dem Morgen fahren die Berliner U 6 und U 7 wegen Bauarbeiten abschnittsweise nicht mehr. An der Yorckstraße sorgt das für gefährliche Situationen.

von und Felix Keßler
Abkürzung mit Risiko. Anstatt über die Ampel laufen viele Fahrgäste direkt über die viel befahrene Yorckstraße zum U-Bahn-Eingang. Foto: Felix Keßler
Abkürzung mit Risiko. Anstatt über die Ampel laufen viele Fahrgäste direkt über die viel befahrene Yorckstraße zum U-Bahn-Eingang.Foto: Felix Keßler

Seit Tagen wurde der Ausfall der U 7 zwischen den Haltestellen Yorckstraße und Hermannplatz angekündigt: Große Plakate mit gelben Warnstreifen weisen die Fahrgäste an den Ausgängen der U-Bahn Station Yorckstraße auf den Ersatzverkehr mit Bussen hin. Die fahren auf der gegenüberliegenden Seite, vor dem S-Bahnhof, tatsächlich im 90-Sekunden-Takt und sind meist nur schwach gefüllt.

Doch statt die Yorckstraße über die Ampel an der Bautzener Straße oder die hölzerne Fußgängerüberführung zum S-Bahnhof zu überqueren, nahmen viele Fahrgäste am Freitagvormittag den kürzesten Weg - und der führt direkt über die Fahrbahn auf der Yorckstraße. Da halfen auch die Pfeilmarkierungen auf dem Boden und die Anweisungen der am Bahnhofsausgang wartenden BVG-Mitarbeiter nicht. Ein halbabgebautes Geländer, das eigentlich Fuß- und Radweg trennen soll, macht die lebensgefährliche Abkürzung über die Straße noch leichter.

"Man weiß ja gar nicht, wo man rüber soll"

Ein älterer Herr, der die Straße nicht mehr im Laufschritt überqueren kann, war empört. "Die Schilder sind nicht nicht deutlich genug, man weiß ja gar nicht wo man rüber soll", beklagte er sich. Weitere Richtungsweiser wären hilfreich. "Die werden immer extra für eine Umleitung gedruckt, wir müssen gucken, ob wir noch welche haben", sagte einer der BVG-Angestellten vor Ort. Ein Polizist, der die Situation aus dem Streifenwagen heraus beobachtet hatte, meinte, dass vielleicht ein neuer Zaun aufgestellt werden müsste, damit die Leute die vorgeschriebenen, sichereren Routen nutzen.

Seit Freitagmorgen hat die BVG ihre Sperrungen bei der U-Bahn ausgedehnt. Die BVG baut eine neue Signaltechnik ein. Außerdem gibt es Arbeiten an den Gleisen. Nun ist bis zum 3. September auch die Linie U 7 zwischen Yorckstraße und Hermannplatz unterbrochen. Zudem fahren die Züge auf der U 7 zwischen Berliner Straße und Yorckstraße nur alle 15 Minuten.

Die Bushaltestellen liegen zum Teil über 100 Meter entfernt von den Bahnhöfen. Am Bahnhof Möckernbrücke halten die Busse nicht. Detaillierte Informationen gibt es im Internet, auf Plakaten und Flyern sowie durch Mitarbeiter auf den Bahnhöfen, sagte BVG-Sprecherin Petra Reetz.

Hart trifft es auch Fahrgäste auf dem Südabschnitt der U-Bahn-Linie U 6 (Alt-Tegel– Alt-Mariendorf). Noch bis zum 31. August ist der Abschnitt Französische Straße-Platz der Luftbrücke unterbrochen. Gebaut wird bereits seit dem 11. August in mehreren Etappen mit verschiedenen Streckensperrungen.

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