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Streitpunkt A100 : Bund lässt Rot-Grün auflaufen
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Was die Konsequenz der Absage an die Hoffnung der Berliner Grünen ist, machte erneut die SPD-Bundestagsabgeordnete Mechthild Rawert deutlich, Sprecherin der Landesgruppe Berlin ihrer Fraktion: Wenn eine alternative Verwendung der Bundesmittel nicht möglich sei, „wird die A 100 weitergebaut“.

Während prominente Berliner Grünen-Bundestagsabgeordnete wie Wolfgang Wieland und Christian Ströbele die Debatte schweigend verfolgten, bedachte ein Redner nach dem anderen ihre Partei mit Spott. Der Linken-Abgeordnete Stefan Liebich stellte fest, dass wohl noch nie jemand so schnell seine Wahlversprechen aufgegeben habe wie die Grünen: „Sie haben ihr Kernthema verkauft – und was haben sie dafür bekommen außer Kartoffelsuppe?“, sagte er mit Anspielung auf den Speiseplan bei den Sondierungsgesprächen mit der SPD.

Der CDU-Verkehrspolitiker Patrick Schnieder sagte voraus: „Die Grünen werden die Kröte A 100 schlucken müssen“, die Behauptung einer Alternative sei „reines Theater“. Uwe Beckmeyer, verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion, gestand ein, dass eine Umwidmung „nicht so einfach“ sei und er kein einziges Beispiel kenne, wo dies gelungen sei. Und Martin Lindner von der FDP ätzte, wie „sensationell dreist“ sich Klaus Wowereit die Grünen schon vor Beginn der Koalitionsverhandlungen gefügig gemacht habe und wie „sensationell devot“ die das aufgenommen hätten.

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