Berlin : Student fuhr Ex-Freund der Verlobten an Er soll Angeklagten zuvor angegriffen haben

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Das Herz der hübschen Studentin hatte er erobert, ihren ExFreund aber wurde Informatikstudent Mariusz K. einfach nicht los. Nach monatelangem Zoff soll er sein Auto als Waffe gegen den Störenfried eingesetzt haben. Die Anklage geht von einem gezielten Attentat aus: Mit aufheulendem Motor sei K. auf den anderen zugeprescht, dieser stand gerade auf einem Bürgersteig. Der 27-jährige frühere Freund der Studentin wurde durch die Luft geschleudert und kam mit einer Gehirnerschütterung ins Krankenhaus. Mit diesem Beziehungsdrama beschäftigt sich seit gestern das Landgericht.

Recht zugeknöpft gab sich der Student im dunklen Anzug. Über seinen Anwalt ließ der 23-Jährige lediglich erklären, er habe die „Kollision“ verursacht und bedauere den Vorfall. Die von beiden Männern begehrte Studentin schlug sich als Zeugin eindeutig auf die Seite des Angeklagten. „Mariusz ist ein ganz lieber Mensch und nicht gewalttätig – im Gegensatz zu meinem Ex-Freund“, versicherte die 26-Jährige, die inzwischen mit K. verlobt ist. „Mariusz hatte Schuldgefühle ihm gegenüber, verhielt sich trotz der ständigen Beleidigungen und Angriffe meines Ex-Freundes immer defensiv.“

Am Morgen des 10. September 2003 aber sprang K. nach einem Anruf seines Bruders aufgeregt in sein Auto. Er hatte gehört, dass der Störenfried bei seinem Vater aufgetaucht war. Seine Verlobte lief hinterher. Sie sah Mariusz kurz nach dem Unfall an der Kreuzung in Tiergarten. „Er war bleich, zittrig und völlig fertig“, sagte die Studentin. Ihren Ex-Freund bekamen die Richter noch nicht zu Gesicht. Der Mann, der Anfang des Jahres wegen eines Angriffs auf Mariusz K. zu einer Bewährungsstrafe verurteilt wurde, erschien nicht zu seiner Zeugenaussage. K. G.

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