Studie : Berliner wünschen sich mehr Bürgernähe

Ein Beratungsunternehmen wollte wissen: Wie zufrieden sind Bürger aus acht Metropolen mit der öffentlichen Verwaltung ihrer Stadt? Auch Berlin wurde unter die Lupe genommen.

Verwaltung
Das Rote Rathaus. Laut einer Studie wünschen sich die Berliner mehr Bürgernähe und Mitspracherecht bei der öffentlichen...Foto: dpa

BerlinMehr Bürgernähe durch Mitspracherecht und größere Gestaltungsmöglichkeiten sowie eine bessere Servicequalität - das wünschen sich die Berliner von der öffentlichen Verwaltung der Hauptstadt. Das ergab eine Bürgerbefragung, die das Beratungsunternehmen "Accenture" im September letzten Jahres durchführte.

Ziel der Studie war es, die Zufriedenheit von in Metropolen lebenden Menschen im Hinblick auf die Verwaltung ihrer Stadt zu ermitteln. Dazu wurden in Berlin, Los Angeles, Madrid, New York, Paris, Singapur, London und Sydney Befragungen durchgeführt. Die Teilnehmer mussten sich zur Leistungsfähigkeit sowie Verbesserungspotentialen der öffentlichen Verwaltung äußern - aus Perspektive des Steuerzahlers, des Konsumenten und des Bürgers. Die Befragung fand während eines eintägigen Workshops statt.

63 Berliner nahmen an der Studie teil
 
"An dem Workshop in Berlin nahmen 63 Personen aus allen Gesellschaftsschichten teil. Bei der Auswahl der Probanden wurden soziodemographische Faktoren in Betracht gezogen, die einen repräsentativen Schnitt erlauben", erklärte Michael Pitsch, Geschäftsführer für den Bereich Public Service bei Accenture. Zu den Faktoren gehörten unter anderem das Geschlecht, die Nationalität, das Alter, der Beruf und die Parteizugehörigkeit.

Die jetzt vorliegende Auswertung ermittelte, dass 40 Prozent der Befragten die Berliner Verwaltung "nicht mehr zufriedenstellend" finden. Demnach gibt es für die Probanden großen Verbesserungsbedarf. Vier von fünf Befragten meinen, dass die Behörden einen größeren Beitrag zur Steigerung der Lebensqualität leisten müssen. Besondere Probleme sehen die Befragten vor allem in den Bereichen Arbeits- und Beschäftigungsmöglichkeit (28 Prozent), Bildung (23 Prozent) und öffentliche Sicherheit (14 Prozent).

Sind Sie mit der öffentlichen Verwaltung und dem Leben in Berlin zufrieden?

Die Studie ergab allerdings auch, dass zwei Drittel der Befragten mit der überdurchschnittlichen Lebensqualität Berlins zufrieden sind. Ein derart positives Ergebnis erzielte keine andere Metropole. Allerdings glauben nur 13 Prozent, dass Berlin auch Weltniveau hat.

Wie zufrieden sind Sie mit der öffentlichen Verwaltung Berlins? Was sind Ihre positiven oder negativen Erlebnisse? Und wie erleben Sie es, in Berlin zu wohnen und zu leben? Verraten Sie dem Tagesspiegel Ihre Meinung über die Kommentarfunktion unter diesem Artikel! (kda)

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