Sugimoto-Ausstellung : "Was unsere Welt bestimmt"

Die Neue Nationalgalerie zeigt von diesem Freitag an eine Ausstellung mit Bildern des japanischen Fotografen Hiroshi Sugimoto. Die Schau umfasst rund 70 Fotografien und eine Skulptur. Sugimoto gilt als Meister der Schwarz-Weiß-Fotografie.

Sugimoto
Hiroshi Sugimoto in der Neuen Nationalgalerie. -Foto: ddp

BerlinEine Retrospektive des japanischen Fotografen Hiroshi Sugimoto ist ab Freitag in der Neuen Nationalgalerie am Potsdamer Platz zu sehen. Die Schau umfasse mit rund 70 Fotografien und einer Skulptur verschiedene Serien seines Schaffens, sagte die Kuratorin der Ausstellung und stellvertretende Direktorin der Nationalgalerie, Angela Schneider. Der Künstler arbeite stets in Serien, deren Entstehung sich über mehrere Jahre erstreckt.

Sugimoto gilt als Meister der Schwarz-Weiß-Fotografie. Zu den jetzt in der Nationalgalerie präsentierten Serien zählen die seit 1975 entstandenen "Dioramas", seine langzeitbelichteten Aufnahmen von Lichtspieltheatern "Theaters", die Meerlandschaften "Seascapes" sowie die Wiedergabe von Madame Tussauds Wachsfiguren. Nach Darstellung Schneiders stellt sich der Künstler immer wieder die Frage, "was unsere Welt bestimmt". Dabei setze er sich intensiv mit dem Thema Licht auseinander.

Leihgaben erweitern die Ausstellung

Die Ausstellung, die auch schon in Düsseldorf und Salzburg zu sehen war, wurde in Berlin um zwei spektakuläre Leihgaben der Gemäldegalerie und der Alten Nationalgalerie erweitert. Hans Holbeins Herzog "Anton der Gute von Lothringen" (um 1543) wird den "Portraits" aus dem Wachsfigurenkabinett gegenübergestellt und Caspar David Friedrichs "Meeresküste bei Mondschein" (um 1830) den "Seascapes". Sugimoto hatte sich nach eigenen Angaben während er für die "Seascapes" um die Welt reiste, mit den Seestücken Friedrichs beschäftigt. Zwei filmische Dokumentationen, in denen auch der Künstler zu Wort kommt, ergänzen die Schau.

Sugimoto wurde 1948 in Tokyo geboren und siedelte Anfang der 1970er Jahre zunächst nach Los Angeles und schließlich nach New York um, wo er bis heute neben seinem Wohnsitz in Tokyo lebt und arbeitet. Die bis zum 5. Oktober gezeigte Ausstellung wird von den Staatlichen Museen zu Berlin in Zusammenarbeit mit dem Künstler realisiert und durch den Verein der Freunde der Nationalgalerie ermöglicht. Sie endet nach der Berliner Station im Kunstmuseum Luzern. (ck/ddp)

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