Berlin : Tabus brechen

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Wenn man die Lage nüchtern analysiert, die Überlegungen zur Hamburger Hochschulreform berücksichtigt und die aktuelle Hochschulentwicklung in England kennt, werden die notwendigen Schritte deutlich die allesamt mit lieb geworden Tabus brechen: 1. Verkürzung der effektiven Studienzeit, verbunden mit der Einführung des international üblichen Zweistufen-Studiums und einer Straffung der Inhalte. Dies führt zu einer Höherbewertung der Fachhochschulen und zu einer Freisetzung von Kapazitäten und Kostensenkung. 2. Bildung spezieller Schwerpunkte in Forschung und Lehre bei den Berliner Hochschulen. 3. Reduzierung ineffizienter oder doppelterVerwaltungsaufgaben und kritische Überprüfung der Notwendigkeit der vorhandenen Funktionen und Positionen. 4. Stufenweise Einführung von Studiengebühren, wobei sicherzustellen ist, dass genügend Gelder (Stipendien und Kredite) für begabte und motivierte Studenten zur Verfügung stehen, die finanziell schlechter gestellt sind und keinesfalls benachteiligt werden dürfen. 5. Entwicklung unternehmerischen Denkens bei den Universitäten.

Paul von Troschke

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