Berlin : Tag des Ehrenamtes: Orden für freiwillige Helfer

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Der gestrige Internationale Tag des Ehrenamtes wurde für zwölf Berliner auch zum Ehrentag - sie wurden für ihren freiwilligen Einsatz ausgezeichnet. Elf von ihnen konnten sich über die Berliner Ehrennadel freuen. Eine Helferin erhielt sogar die Verdienstmedaille aus den Händen des Bundespräsidenten. Die 59- bis 89-Jährigen engagieren sich teilweise schon seit über 40 Jahren für ihre Mitmenschen.

Von der Berliner Senatorin für Arbeit, Soziales und Frauen, Gabriele Schöttler, mit der Berliner Ehrennadel ausgezeichnet wurden sechs Männer und fünf Frauen. Der langjährige Einsatz erstreckt sich auf viele Bereiche des Gemeinwesens. So sind sie häufig im Umfeld von Senioren und Behinderten tätig: Es werden Feste organisiert für einsame ältere Menschen oder auch Verkehrserziehungsstunden für Senioren und Behinderte gegeben. Auch bei der Realisation von Urlaubsreisen stehen die Helfer den Älteren zur Seite. Darüberhinaus wird auch in der Telefonseelsorge gearbeitet oder für Obdachlose gekocht.

Die Berliner Ehrennadel wird bereits zum vierten Mal für beispielhaftes soziales Engagment verliehen. "Ohne Ihren Einsatz und den Einsatz von Millionen anderer Freiwilliger und Ehrenamtlicher wäre unsere Gesellschaft um vieles ärmer", sagte die Senatorin gestern.

Für die 89-jährige Anneliese Breuer hingegen wurde der Tag des Ehrenamtes zum Treffen mit Bundespräsidenten Johannes Rau. Von ihm bekam sie gestern in Bonn die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Damit würdigte Rau ihr herausragendes ehrenamtliches Engagement für das Land und seine Menschen. Die Verleihung in Bonn fand im Rahmen der Auftaktveranstaltung des Bundesfamilienministeriums zum Internationalen Jahr der Freiwilligen statt. Anneliese Breuer arbeitet seit über 20 Jahren unentgeltlich für den "Besuchsdienst des Sozialwerks Berlin e.V. Sie besucht auch im hohen Alter noch Pflegeheime und vermittelt ihre Erfahrungen im Beratungszentrum des Sozialwerks.

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