Berlin : Tagesspiegel-Spendenaktion: Hilfe für Obdachlose läuft wieder an

Amory Burchard

Die Nächte werden schon empfindlich kalt. Die unfreiwillige Übernachtung im Freien, die Tage in U-Bahnhöfen und Parkanlagen sind nicht nur bei Minusgraden menschenunwürdig. Bis zu 4000 Berliner Obdachlose brauchen Hilfe. "Helfen Sie den Obdachlosen" - unter diesem Motto wird auch in diesem Jahr die Tagesspiegel-Spendenaktion zur Weihnachtszeit stehen.

Im Dezember 1999 spendeten Tagesspiegel-Leser mehr als eine halbe Million Mark. Die zwölf Projekte, die wir seit dem ersten Advent in einer Serie von Artikeln vorgestellt hatten, erhielten jeweils knapp 54 000 Mark. Gefördert wurden Einrichtungen, die sich in vorbildlicher Weise um obdachlose Frauen, Männer und Kinder kümmern: darunter das Arztmobil des Caritasverbandes, eine Krankenstation der Berliner Stadtmission, das Wilhelm-Friedrich-Stift mit dem Zufluchthaus für Frauen, das betreute Mädchenwohnen von Leben lernen e.V., das "Weglaufhaus Villa Stöckle" und eine Tee- und Wärmestube in Neukölln. Solche Einrichtungen geben den Betroffenen für eine Übergangszeit ein Dach über dem Kopf und helfen ihnen, sich in der Gesellschaft wieder zurecht zu finden.

In diesem Jahr können sich Obdachlosen-Projekte, die dringend Sachmittel für ihre Arbeit mit Menschen in Not brauchen, dem Tagesspiegel schriftlich vorstellen. Soziale Einrichtungen, Vereine und Stiftungen sollten ein Porträt der Einrichtung und eine Liste der Dinge, die fehlen, schicken - und, ganz wichtig: eine Freistellungsbescheinigung, aus der hervorgeht, dass ihre Körperschaft ausschließlich und unmittelbar mildtätigen Zwecken dient.

Die Unterlagen sollten bis zum 16. Oktober 2000 beim Tagesspiegel-Spendenverein eingehen. Bis Mitte Oktober werden die Mitglieder des Vereins und die Berlin-Redaktion die Projekte auswählen, die in diesem Jahr von der Obdachlosen-Hilfe profitieren sollen. Ab Ende November stellen wir sie dann einzeln vor. Dann bittet der Tagesspiegel seine Leser wieder um Spenden für die Obdachlosen.

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