Tarifkonflikt in Berlin : An diesen Schulen streiken morgen die Lehrer

Die Tarifverhandlungen zwischen Senat und Lehrergewerkschaft GEW sind gescheitert. Am Dienstag wollen Lehrer zur Warnung "ausgewählte" Schulen bestreiken - hier steht, welche.

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Der nächste streikbedingte Leerstand in Berliner Klassenzimmern könnte im September herrschen.
Der nächste streikbedingte Leerstand in Berliner Klassenzimmern könnte im September herrschen.Foto: picture alliance / dpa

Berlins Schulen stehen möglicherweise vor einer neuen Streikwelle – falls sich die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) nicht mit dem Senat einigt. Den Anfang machen am Dienstag mit einem Warnstreik die öffentlichen berufsbildenden sowie die zentral verwalteten Schulen besonderer Prägung, etwa die Eliteschulen der Musik und des Sports.

Zudem wurden die Lehrer einiger „ausgewählter“ Schulen aufgerufen, die Arbeit niederzulegen. Dabei handelt es sich um das Gymnasium Tiergarten, die Gemeinschaftsschule Wilhelm von Humboldt, die Helene-Haeusler-Schule, die Joan-Mirò-Schule, die Paula-Fürst-Schule, das Hans-Carossa-Gymnasium, das Willi-Graf-Gymnasium, die Lindenhof-Schule, die Kiepert-Schule, die Fritz-Karsen-Schule, die Hans-Fallada-Schule und die Walter-Gropius-Schule.

Verhandlungen gescheitert

Der Warnstreik ist die Konsequenz aus den gescheiterten Verhandlungen zwischen der Bundes-GEW und der Tarifgemeinschaft der Länder (TdL). Wie schon 2013 will die GEW einen eigenen Tarifvertrag für die angestellten Lehrer und darin höhere Gehälter festschreiben als die TdL zu zahlen bereit ist. Dass die Verhandlungen zuvor scheiterten, begründet die GEW damit, dass Sonderschullehrer und Lehrer mit zwei Fächern schlechter gestellt wären als heute.

Die GEW fordert vom Senat, im Alleingang einen Tarifvertrag für Berlin auszuhandeln. Laut Senat wäre damit die Mitgliedschaft Berlins in der TdL gefährdet. „Wir sprechen mit der GEW Berlin gerne über alles, was auf Ebene des Landes geregelt werden kann“, sagte der Sprecher des Finanzsenators auf Anfrage. Aufgrund der Mitgliedschaft seien enge Grenzen gesetzt, was individuelle Vereinbarungen auf Landesebene angeht.

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