Tarifstreit in Berliner Kliniken vor Einigung? : Vivantes-Ärzte beenden vorerst Streik

Wende im Streit zwischen Ärzten und Vorstand der Vivantes-Kliniken: Am Montag soll nicht gestreikt, sondern ein Eckpunktepapier diskutiert werden.

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Streikende Ärzte vor der Vivantes-Zentrale in Berlin-Reinickendorf.
Streikende Ärzte vor der Vivantes-Zentrale in Berlin-Reinickendorf.dpa

Im Vivantes-Tarifstreit steht nach Tagesspiegel-Informationen eine Einigung bevor. Am Montag treffen sich die Verhandler des Vivantes-Vorstandes und des Marburger Bundes (MB), dann könnte ein bereits verfasstes Eckpunktepapier abgesegnet werden. Ein Streik am Montag ist also nicht geplant. Das Papier dürfte Grundlage eines neuen Tarifes für 1700 Ärzte in den neun landeseigenen Vivantes-Kliniken sein. Langjährige Ärzte bekämen dann neue Gehaltsstufen, dafür fällt die allgemeine Lohnerhöhung geringer aus. Vivantes würde immer noch weniger zahlen, als andere kommunale Klinikketten. Allerdings schreiben die meisten öffentlichen Krankenhäuser rote Zahlen. Ob die Einigung gelingt, und wie beide Seiten sie bewerten, dürfte am Montag mitgeteilt werden.

Der MB, die in großen Kliniken gut organisierte Ärztegewerkschaft, hatte immer wieder deutlich gemacht, dass Vivantes schlechter zahlt, als viele private und gemeinnützige Krankenhäuser. Auch an der ebenfalls landeseigenen Charité bekommen Ärzte mehr Lohn. Der Senat aber will seine Unternehmen zum Sparen anhalten - und bei Vivantes stehen seit Jahren nötige Sanierungen an.

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