Tatort Schule : Lehrer von 17-Jährigem attackiert

Ein Pädagoge wollte eine Schülerin vor dem Täter schützen und wurde von einem schulfremden 17-Jährigen niedergeschlagen.

Zum dritten Mal innerhalb weniger Tage ist ein Lehrer attackiert von einem Schüler attackiert worden. Der jüngste Vorfall ereignete sich gestern in der großen Hofpause an der Röntgen-Oberschule am Neuköllner Richardplatz: Ein 54-jähriger Lehrer wurde von einem schulfremden 17-Jährigen niedergeschlagen. Anschließend flüchtete der Täter, nach dem die Polizei jetzt fahndet. Der Lehrer wurde ambulant in einem Krankenhaus behandelt.

Marko M. war laut Polizei gegen 9.40 Uhr auf dem Hof aufgetaucht, um „Kontakt mit seiner Ex-Freundin aufzunehmen“. Doch das Mädchen wollte nicht mit ihm sprechen. Der Lehrer, der Pausenaufsicht hatte, bekam mit, dass sich ein schulfremder Jugendlicher auf dem Hof aufhielt und Schüler ansprach. Daraufhin forderte der Pädagoge Marko M. auf, das Schulgelände zu verlassen. Dieser weigerte sich und schlug dem Lehrer mehrmals mit der Hand so stark ins Gesicht, dass er zu Boden fiel. Als Schüler dazwischengingen, rannte Marko M. davon.

Erst am Montag war, wie berichtet, eine Lehrerin der Mildred-Harnack-Gesamtschule in Lichtenberg von einem 19-jährigen Schüler bedroht worden. Sie hatte den Zehntklässler mehrfach gebeten, sein Handy wegzustecken. Der Schüler drohte daraufhin, dass sie am Abend sterben werde. Die Schulleitung entschied, dass der 19-Jährige zwei Wochen lang die Schule nicht betreten darf, er soll sie nach den Ferien aber mit Abschluss verlassen. Am Freitag bedrohten zwei maskierte Jugendliche im Auftrag eines Schülers der Dag-Hammarskjöld-Realschule in Tempelhof eine Lehrerin mit einer Stahlrute. Sie wollten ihre Tasche rauben, in der sie die Zeugnisse vermuteten. Die Schulverwaltung prüft, ob der Auftraggeber der Schule verwiesen wird. tabu

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