Berlin : Tatverdacht im Raubmord Rossmann Mann festgenommen, doch wieder freigelassen

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Im Raubmordfall in Buch, bei dem eine 46-jährige Rossmann-Angestellte erstochen worden war, gibt es einen Tatverdächtigen. Wie der Chef der Mordkommissionen, Andrè Rauhut, gestern Abend bestätigte, war der Mann von Beamten des Spezialeinsatzkommandos (SEK) festgenommen worden. Wann der Einsatz erfolgte, sagte der Beamte nicht. Nach Tagesspiegel-Informationen wurde der Tatverdächtige mittlerweile allerdings wieder freigelassen. Offenbar reichten die vorliegenden Beweise noch nicht aus, um ihn einem Haftrichter vorführen zu können.

Die stellvertretende Filialleiterin Regina G. war, wie berichtet, am vorletzten Sonnabend kurz nach Feierabend gemeinsam mit zwei Kolleginnen überfallen worden, als sie die Rossmann-Filiale in der Wiltbergstraße im Pankower Ortsteil Buch durch den Hinterausgang verlassen wollten. Der Täter drängte die Frauen in den Laden zurück, es gab ein Gerangel, und er stach der Frau mit voller Wucht in den Bauch. Regina G. erlag noch am Tatort ihren Verletzungen. Der Räuber entkam ohne Beute. Nach Zeugenangaben wird er als 20 bis 25 Jahre alter Mann beschrieben, wahrscheinlich Linkshänder, dunkel gekleidet und mit einer Schlitzmaske.

Bei den Ermittlungen werden auch mögliche Gemeinsamkeiten mit einem Überfall auf dieselbe Filiale am 5. Februar dieses Jahres geprüft. Die Polizei hat für entscheidende Hinweise, die zum Täter führen, 10 000 Euro Belohnung ausgesetzt, die Rossmann-Kette erhöhte um weitere 5000 Euro. Auch waren in den Tagen nach der Tat Sicherheitsmänner an Vorder- und Hintereingang postiert worden. Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat den Fall zum Anlass genommen, einen besseren Schutz für Verkäuferinnen zu fordern. tabu

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