Berlin : Tausend Takte Tanzmusik

Im Tempodrom erstmals Deutscher Dance Award vergeben

Björn Seeling

Na, liebe Discjockeys, das üben wir noch einmal. Als Star schreitet man über den roten Teppich und rennt nicht wie die schnellste Maus von Mexiko an den Fans und Fotografen vorbei. Aber es war ja auch eine Premiere, dass der Teppich allein den Größen der Szene gehörte. Am Donnerstagabend wurde im Kreuzberger Tempodrom zum ersten Mal der Deutsche Dance Award vergeben – der kleine Bruder des großen „Echo“. Ein bisschen Aufregung durfte am Vorabend der Love Parade schon sein, und ein Marsch über den Teppich lässt sich ja wiederholen, wie Chartstürmer Punjabi MC bewies (einer der Preisträger – siehe unten).

Initiatorin des Dance Awards war die Deutsche Phonoakademie. Geschäftsführer Oliver Schulten: „Wir hoffen, dass der Preis irgendwann genauso wichtig wird.“ In einem ist der kleine Bruder dem großen bereits ebenbürtig: Gerade auf der Welt, ging schon die Diskussion um die Heimat los: „Es mag dahingestellt sein, ob der Dance Award nach der Premiere immer in Berlin bleibt“, sagte der Mann von der Phonoakademie. Erst kürzlich hatte die Phonoakademie nach langem Hin und Her entschieden, dass der „Echo“ beim nächsten Mal hier bleibt.

Aber von der Zukunft sollte im Tempodrom erstmal nicht die Rede sein. Da freute sich das Publikum über ein wenig Glamour : Dannii Minogue, Kylies jüngere Schwester, trat als Stargast beim Dance Award auf (nominiert war sie allerdings nicht). Freundlich und geduldig gab sie bei der Ankunft Autogramme. Einem Fan kritzelte sie ein Liebesherz aufs Unterhemd. Möglich, dass sie das Wäschestück an einen anderen Freund des Feinripps erinnerte: an Robbie Williams. „Ich traf ihn am Mittwoch in der Hotelbar“, erzählte die Australierin. Sie hatte wie der – inzwischen abgereiste – Entertainer im Four Seasons eingecheckt. Und weiter: „Ich kenne Robbie seit seinen Anfängen mit Take That – allerdings eher von seiner Arbeit her als privat“. Soso. Für den Auftritt war die 31-Jährige gut präpariert: „Ich habe lange geschlafen und Sport gemacht.“

Denkbar also, dass die Ausdauer des zierlichen Stars noch für eine Visite auf der After-Show-Party gereicht haben könnte. Los gehen sollte es um 23 Uhr nach der Preisvergabe. Und wenn Kreuzberger Nächte für Dannii immer nicht lang genug gewesen sein sollten, dann wartete noch die Limousine zur Fahrt in den Sage Club in Mitte. Hier sollte ab 4 Uhr noch eine Fete steigen: die After-After-Show-Party .

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