Tempelhof : Erneut Autos in Flammen aufgegangen

Drei mutmaßliche Brandstifter sind nach einem Anschlag auf ein Autohaus im Tempelhofer Weg in Berlin am frühen Montagmorgen festgenommen worden. Der polizeiliche Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen.

Berlin - Die Polizei nahm in der Nacht zu Montag drei mutmaßliche Brandstifter im Alter von 16, 18 und 19 Jahren fest. Der polizeiliche Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen, teilte ein Sprecher mit. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass es sich um Nachahmungstäter im Zusammenhang mit den Jugendkrawallen in Frankreich handelt. Mögliche Zusammenhänge mit den dortigen Ausschreitungen würden geprüft.

Nach Polizeiangaben wurden bei dem Brand auf einem Autohandelsplatz im Tempelhofer Weg in der Nacht acht Autos beschädigt. Die zunächst unbekannten Brandstifter hatten vier Wagen angezündet, weitere vier Autos wurden durch die Hitze beschädigt. Die mutmaßlichen Täter wurden wenig später gefasst. Sie sollen nun einem Haftrichter vorgeführt werden. Nach bisherigen Erkenntnissen haben sie in einer Wohnung Alkohol getrunken, bevor sie loszogen.

In einem zweiten Fall zündeten Unbekannte am Montagmorgen auf einer Baustelle am Forckenbeckplatz in Berlin-Friedrichshain zwei Bagger an. Laut Polizei verbrannten die Reifen der Baufahrzeuge. Die Schadenshöhe ist noch unbekannt.

Auch in der Vorwoche war es zu Brandanschlägen auf Autos in Berlin gekommen. Ob Zusammenhänge zwischen den Anschlägen in der Hauptstadt bestehen, werde jetzt ermittelt. Als Konsequenz aus den Bränden hatte die Polizei angekündigt, ihre Streifen zu verstärken. Die Schadenshöhe ist noch unbekannt. (tso/dpa)

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