TEURE VERSCHIEBUNG : BER-Panne kostet BVG eine Million Euro

BVG

Weil der Flughafen „Willy Brandt“ frühestens im März 2013 eröffnet wird, müssen die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) das bisherige Busangebot nach Tegel und Schönefeld (alt) aufrechterhalten. Dadurch entstehen dem landeseigenen Unternehmen, im Vergleich mit dem geplanten Busverkehr zum neuen Flughafen, zusätzliche Kosten von 604 000 Euro, teilte die Verkehrsverwaltung des Senats auf Anfrage des Grünen-Abgeordneten Stefan Gelbhaar mit. Außerdem wurde das Angebot für die Buslinie TXL während der Zeit des Sommerflugplans ausgebaut. Das kostet noch einmal 353 000 Euro. Diese Mehrkosten, die bis zum möglichen Eröffnungstermin am 17. März nächsten Jahres entstehen, trägt das Land Berlin, das die Verkehrsleistungen bei der BVG bestellt.

S-BAHN

Die S-Bahn Berlin GmbH prüft derzeit noch, ob durch die verschobene Flughafeneröffnung höhere Kosten, vielleicht auch Einsparungen entstehen. Mögliche finanzielle Ansprüche würde der bundeseigene Mutterkonzern Bahn AG gegenüber der Flughafengesellschaft geltend machen. Das gilt nicht für die täglichen Fahrten von S-Bahnzügen ohne Passagiere durch den Tunnel zum Airport. Mit den Leerfahrten wird sichergestellt, dass die Strecke zum Airport-Bahnhof funktionstüchtig bleibt, auch können Vandalismusschäden schneller entdeckt werden. Zudem wird verhindert, dass stehende und sehr feuchte Luft zur Schimmelbildung oder ähnlichen Schäden führen. Für diese Fahrten erhebt die DB Netz AG aber keine Trassenentgelte. za

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