Theaterrequisite verloren : Schaubude sucht ihre Puppen

Eine Künstlerin der Schaubude hat ihre Puppen, die sie dringend für eine Inszenierung braucht, in der S-Bahn verloren. Auf den ehrlichen Finder wartet eine Belohnung.

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Dringend gesucht! Diese Masken hat die Puppenspielerin verloren.
Dringend gesucht! Diese Masken hat die Puppenspielerin verloren.Promo

Ihre Verzweiflung ist selbst durchs Telefon nicht zu überhören. Vergangenen Freitag hat die Puppenspielerin Mo Bunte versehentlich ihre zwei Puppen und mehrere Masken, die sie dringend für eine Inszenierung braucht, in der S-Bahn Richtung Spandau liegen lassen. „Ich verstehe immer noch nicht, wie mir das passieren konnte“, sagt sie. Die Puppen seien ihre wichtigsten Requisiten. Erschöpft sei sie von einer Probe am Freitag um 21.40 Uhr vom Nöldnerplatz in Lichtenberg mit der S-Bahn nach Hause gefahren. Als sie am Ostkreuz ausstieg, bemerkte sie nicht, dass sie ihren Rucksack mit den Puppen auf einem der Sitze liegen ließ. „Ich war müde und hatte zu viel Gepäck“, sagt sie. Neben den Puppen musste sie ihre gesamte Bühnenrequisite samt Scheinwerfern nach Hause transportieren.

Da die Inszenierung ohne Puppen nicht stattfinden kann, hoffen die Schaubude und Mo Bunte nun auf einen ehrlichen Finder, der auch eine Belohnung erhalten soll. „Es dauert Monate, solche Puppen anzufertigen“, erklärt Bunte. Sie müssten „haargenau“ auf ihre Knie und Finger passen und seien extra für ihren Körper angefertigt worden. Hergestellt hat die Puppen ihre Freundin, die Puppenspielerin Ilka Schönbein. Sie sind Teil für das Stück „Fundevogel“, das im Juni 2012 in der Schaubude Premiere hatte.

An diesem Wochenende wollte Bunte mit dem Stück auf Tournee gehen. Acht Aufführungen waren in Leipzig und anderen Städten geplant. Im März sollte sie wieder in Berlin spielen. „Wir haben in allen Fundbüros der Stadt nachgefragt“, sagt die Puppenspielerin. Falls jemand den Rucksack gefunden hat, möge er ihn bitte so schnell wie möglich zurückgeben.Saara Wendisch

Hinweise bitte an: Schaubude Berlin, Greifswalder Str. 81-84, Prenzlauer Berg, Tel. 423 4314

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