Berlin : Tolle Rolle: Training mit dem XCO-Stab

Stephanie Puls

XCO – WAS IST DAS?

XCO, sprich „Ekskou“, sieht aus wie ein Cocktail-Shaker, und funktioniert auch ähnlich: immer gut schütteln. Sein Prinzip: das Bewegen einer trägen Masse. Im Gegensatz zu einer gewöhnlichen Hantel ist die Alu-Hülse mit einer losen Masse, einem Granulat, gefüllt. Durch dynamisches Hin- und Herbewegen wird sie von einer zur anderen Seite geschleudert. Das Granulat trifft mit Verzögerung am Ende des Behälters auf. Dadurch haben die Muskeln gut zu tun: Es werden gleichzeitig Spieler und Gegenspieler, etwa Bizeps (Armbeuger) und Trizeps (Armstrecker), angespannt. Das, sagen Fachleute, sei gut fürs tiefe Bindegewebe. Es werde angeregt, schneller und vermehrt neue Zellen zu produzieren. Koordination, Tiefensensibilität und Schnellkraft würden trainiert. Durch die Muskelspannung, die sich aus dem Bewegungsablauf ergibt, bleiben die Gelenke geschützt.

WAS KANN ICH ERREICHEN?

Schon ein 15-minütiges Training zirka dreimal die Woche kann sehr effektiv und für eine Grundfitness ausreichend sein. Es stimuliert und festigt das Bindegewebe rund um Muskeln, Knochen, Nerven, Sehnen, Bänder, Bandscheiben. Durch die dynamischen, schnellen und kräftigen Bewegungen großer Muskelgruppen steigt die Herzfrequenz sofort. 30 Minuten Workout, sagen Trainer, hätten dieselbe Wirkung auf den Fettstoffwechsel wie Ausdauersport.

FÜR WEN EIGNET SICH XCO?

Es kann begleitendes Training für Leistungs- wie Breitensport, für die Reha und den Fitnessbereich sein. Je nachdem, welches Ziel jemand mit dem Training verfolgt, sollte er individuelle Schwerpunkte setzen. Wer zu Hause seinen Körper formen möchte oder gezielt bestimmte Muskelgruppen für eine Sportart wie Golfen, Tennis oder Kampfsport, kräftigen will, kann XCOs dynamisch und hart hin- und herschleudern. Ältere Menschen, die mit ihrem Training Krankheiten vorbeugen wollen oder physiotherapeutisch arbeiten möchten, sollten hingegen leichte und sanfte Bewegungen ausführen.

DARAUF SOLLTEN SIE ACHTEN

Vorsicht bei Bluthochdruck, bei Entzündungen oder Bandscheibenproblemen und auch während einer Schwangerschaft. Wie bei allen Krafttrainingsvariationen sollte in solchen Fällen zuvor der Arzt befragt werden.

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