Berlin : Tourismus boomt: Die Hoteliers frohlocken

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Berlins Tourismus-Experten jubeln über ihre Erfolge und blicken optimistisch in die Zukunft. "Es ist mir ja schon langsam peinlich, aber: Wir haben nur positive Dinge zu vermelden", sagt der Chef von Berlin Tourismus Marketing (BTM), Hanns Peter Nerger, und zählt auf: Mit etwa 11,3 Millionen Übernachtungen und schätzungsweise fünf Millionen Besuchern ist 2000 das beste Tourismusjahr seit 1990. Berlin übernahm die Spitze beim deutschen Städtetourismus. Und für 2001 rechnet Nerger bei Ankünften und Übernachtungen mit einer Steigerung von sieben bis zehn Prozent. Die BTM verstärkt ihre internationalen Aktivitäten, um den Anteil ausländischer Besucher weiter zu erhöhen. Der beträgt jetzt rund 28 Prozent, in München dagegen liegt er bei knapp unter 50 Prozent. "Unser Ziel ist, München hinter uns zu lassen, um auch hier die Nummer Eins zu werden", sagt Nerger und schwärmt: "Berlin bietet Attraktionen wie keine andere Stadt - wenn irgendwo die Post abgeht, dann hier."

Das gilt auch für die Hotellandschaft. Etwa 50 Prozent beträgt in diesem Jahr die durchschnittliche Auslastung der 60 000 Betten von Hotels und Pensionen, 2001 kommen etwa 5000 weitere Betten hinzu. Mit den Übernachtungszahlen steigen die Preise, 2001 um rund zehn Prozent. Paris und London sind weit voraus - dort liege der Bettenpreis durchschnittlich bei 162 Euro, in Berlin bei 95 Euro.

Die BTM mit ihrem neuen Etat von 20 Millionen Mark möchte bis zum Sommer eine eigene Kongressabteilung installieren, die für Berlin als Tagungs- und Kongress-Standort die Werbetrommel rührt. Dabei dürfte "das umfassendste Hotelverzeichnis aller deutschen Großstädte" hilfreich sein, das jetzt mit 220 000 Exemplaren erschienen ist. Es enthält auf hundert Seiten 400 Hotels von der Luxusherberge bis zur Pension und zum Jugendgästehaus und kann telefonisch unter (0190) 754 040 bestellt werden. Eins der beliebtesten Produkte der BTM ist die Welcome-Card. Sie wurde seit 1994 rund 900 000 Mal verkauft. Die Ausgabe für 2001 enthält mit 88 Anbietern zehn mehr als in diesem Jahr und kostet nach wie vor 32 Mark.

Mit dem Verkauf von mehr als 60 000 Souvenirartikeln hat die BTM eine heftig sprudelnde Einnahmequelle entdeckt. Bären, Mauerstückchen und (in China gefertigte) Spielzeug-Trabbis sind sehr begehrt, und für Love Parade und Christopher-Street-Day gibt es einen ganz neuen kleinen Teddy - in Regenbogenfarben.

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