Tourismus : Wolf erwägt Steuer für Touristen

Die Diskussion über die Schattenseiten des Tourismus beschäftigt die Berliner Parteienlandschaft. Wirtschaftssenator Wolf setzt aber lieber auf Wachstum in der Branche. Eine Touristensteuer soll Mittel für den Ausbau der Infrastruktur einbringen.

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Wirtschaftssenator Harald Wolf warnt davor, in touristenfeindlichen Rhetorik zu verfallen.
Wirtschaftssenator Harald Wolf warnt davor, in touristenfeindlichen Rhetorik zu verfallen.Foto: Mike Wolff/TSP

Wirtschaftssenator Harald Wolf (Linke) setzt auf wachsenden Tourismus. Dies sei „unverzichtbar“, da die Stadt vom Tourismus mit Milliardeneinnahmen und rund 230 000 Arbeitsplätzen profitiere. Deshalb müsse die Politik konsequent klarstellen, dass alle Gäste willkommen seien. Berechtigte Kritik an Lärmbelästigungen wie an der Admiralbrücke dürfe nicht in tourismusfeindliche Rhetorik münden. Das gelte „gerade bei einer Partei, die immer Toleranz und Weltoffenheit vor sich herträgt“, sagte Wolf mit Verweis auf eine Veranstaltung der Grünen unter dem Motto „Hilfe, die Touris kommen!“.

Eine „City Tax“ könne zusätzliche Einnahmen generieren, aus denen touristische Infrastruktur wie Busparkplätze bezahlt werden könne. Für eine solche Steuer sei er offen, sofern sie nicht die Verringerung des Tourismus zum Ziel habe. Als problematisch empfinde er die Umwandlung von Wohnungen in Feriendomizile. Das Thema war von der FDP auf die Tagesordnung des Parlaments gesetzt worden – als Reaktion auf den Tenor der Grünen-Veranstaltung in Kreuzberg.

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