Berlin : Touristen sollen nicht mehr durch Potsdam irren

Neue Info-Tafeln und Wegweiser werden für Gäste der Stadt installiert

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Potsdam - Touristen in Potsdam sollen ab sofort leichter den Weg zu den zahlreichen Sehenswürdigkeiten der Stadt zu Fuß, mit dem Fahrrad oder per Straßenbahn und Bus finden. Ein neues und immerhin 313 500 Euro teures „Leit- und Informationssystem“ besteht aus mehr als 500 großen Übersichtstafeln und kleineren Wegweisern. Bis Ende November werden die Schilder im ganzen Stadtgebiet aufgestellt, in den königlichen Parks, am Hauptbahnhof oder an der Glienicker Brücke. Das Geld stammt aus dem nationalen Förderprogramm für die Unesco-Welterbestätten. Deshalb prangt das Logo der Weltorganisation auf den meisten Tafeln. „In Köln muss niemand nach dem Weg zum Dom fragen“, sagte der Generaldirektor der Schlösserstiftung, Professor Hartmut Dorgerloh, bei der Vorstellung der ersten Wegweiser am Montag. „In Potsdam aber suchen viele Gäste am Hauptbahnhof zunächst ziemlich hilflos nach einem Hinweis auf das Schloss Sanssouci. In Kürze geben auch hier Schilder Auskunft über die passenden Straßen- und Buslinien.“

Bei dieser Gelegenheit sei gleichzeitig die Parkordnung auf den großen Übersichtskarten an den Eingängen zum Park Sanssouci oder zum Neuen Garten „viel freundlicher“ formuliert worden. Das fange schon in der ersten Zeile an. Dort steht jetzt zunächst „Herzlich willkommen!“ und nicht gleich das erste Verbot. Keine Irritationen dürfte es jetzt über das lange Zeit untersagte Radfahren in den Parks geben. Die Karten enthalten die zugelassenen Strecken. Im Park Sanssouci ist das Radeln auf dem asphaltierten Ökonomieweg zwischen Ost und West und umgekehrt ausdrücklich erlaubt. Wer andere Wege nutzt, muss mit einer Ermahnung durch die Parkwächter rechnen. Bußgelder darf die Stiftung nicht mehr erheben. Potsdams Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) erhofft sich durch die neuen Schilder durchaus mehr Touristen in der Stadt. Auf der Welterbeliste stehe nicht nur Sanssouci, „sondern auch der Neue Garten, die Russische Siedlung Alexandrowka oder auch der Pfingstberg“. Auch dorthin zeigen die neuen Schilder. Claus-Dieter Steyer

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