TRISOMIE 21 : Jeder 500. Embryo hat das Downsyndrom

DAS DOWNSYNDROM

Das Syndrom, auch Trisomie 21 genannt, wird durch eine Chromosomenstörung hervorgerufen. Menschen, die mit dem Downsyndrom geboren werden, gelten meistens als geistig behindert. Das Downsyndrom vererbt sich nicht. Derzeit liegt bei jedem 500. erwarteten Kind in Deutschland eine Trisomie 21 vor, wobei die Häufigkeit mit dem Alter der Mutter ansteigt: Liegt die Wahrscheinlichkeit für eine 25-jährige, ein Kind mit Downsyndrom zu bekommen, bei 0,1 Prozent, steigt der Wert bei einer 48-jährigen Mutter auf neun Prozent an.

DIE MENSCHEN

In Berlin leben rund 2000 Menschen mit Trisomie 21. Die meisten Kinder mit dieser Chromosomenstörung gehen in Förderschulen, einige haben Integrationsplätze an Regelschulen. Als Erwachsene arbeiten sie meist in Behindertenwerkstätten, nur wenige finden reguläre Arbeit. Lag die Lebenserwartung von Menschen mit Downsyndrom in den 20er Jahren noch bei neun Jahren, werden heute viele 60 Jahre und älter. Einer der Gründe dafür ist, dass viele von ihnen Herzfehler haben, die heute besser operiert werden können.

DER TEST

Im Sommer soll in Deutschland ein Test herauskommen, mit dem im Blut der Mutter diagnostiziert werden kann, ob sie ein Kind mit Trisomie 21 erwartet. Der Test soll 1200 Euro kosten, die Krankenkassen zahlen ihn nicht. Da keine Risiken bestehen, das Kind durch den Eingriff zu verlieren und der Test bereits in der 10. Schwangerschaftswoche gemacht werden kann, befürchten Behindertenverbände, dass künftig nur noch wenige Menschen mit Trisomie 21 auf die Welt kommen. Sie würden

abgetrieben.

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